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Mit dem Master-Abschluss zu den Olympischen Spielen

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Mit dem Master-Abschluss zu den Olympischen Spielen

Weltklasse-Ringerin Aline Focken (24) hat neben dem Leistungssport erfolgreich studiertGerade in den vergangenen Jahren ging die Ringerkarriere der Aline Focken (24) steil nach oben.

Gerade in den vergangenen Jahren ging die Ringerkarriere der Aline Focken (24) steil nach oben. Dennoch hat sie es geschafft neben dem Leistungssport ein duales Bachelor-Studium zu absolvieren und sogar ein Master-Studium angeschlossen. Zu den Olympischen Spielen in Rio wird sie diesen August dann als "Master of Arts Prävention und Gesundheitsmanagement" fliegen.

Studiensystem und bundesweite Studienzentren punkten bei ihr
Nach dem Abitur stand die heute 24-Jährige vor einer schwere Entscheidung. "Ich musste nach einem Studium suchen, welches sich am besten mit dem Leistungssport verbinden lässt. Mir war klar, dass ich etwas aus dem Bereich Sport, Fitness oder Gesundheit studieren möchte, wollte aber gleichzeitig nicht von zuhause wegziehen, da ich dort meine Familie, meine Trainer und meinen Verein hatte", denkt sie zurück. Schon damals war die Weltmeisterin von 2014 in der Klasse bis 69 kg eine hochtalentierte Nachwuchsringerin und nahm an Welt- und Europameisterschaften sowohl im Junioren- als auch im Seniorenbereich teil. "Ich war noch während meiner Schulzeit Praktikantin in einem Fitness- und Gesundheits-Studio und lernte dort eine Kollegin kennen, die gerade das duale Bachelor-Studium der Fitnessökonomie an der Deutschen Hochschule für Prävention und Gesundheitsmanagement absolviert hat." Im Endeffekt entschied sich die Ringerin für die Deutsche Hochschule (DHfPG), wählte aber den dualen Studiengang zum "Bachelor of Arts" Fitnesstraining. "Ich habe meinen Ausbildungsbetrieb in einem Fitness-Studio gefunden und konnte die Studieninhalte sofort in die Praxis umsetzen. Außerdem komme ich aus dem Leistungssport und daher liegt mir das ganze Thema", erklärt sie. Da das duale Bachelor-Studium aus einem Fernstudium mit kompakten Präsenzphasen an einem der bundesweiten Studienzentren besteht, konnte die sechsfache deutsche Meisterin sich das Lernen flexibel einteilen. Die Präsenzphasen besuchte die Krefelderin meistens in Köln. "So konnte ich morgens bequem an- und abends zurückfahren, was meinem Training zu Gute kam.

Sportlerkarriere und Studium ideal miteinander vereinbar
Gegen Ende der Schulzeit verpasste die Ringerin hin und wieder den Schulunterricht, da sie schon viel auf Wettkämpfen und zu Trainingslagern um die Welt reiste. "Schon damals lernte ich, mich gut zu organisieren und mir die verpassten Unterrichtsinhalte selbst anzueignen. Darum war das selbstständige Lernen während des Studiums keine Neuheit für mich. Außerdem haben mir meine Eltern schon früher beigebracht, dass ich meinen Sport so viel ausüben kann wie ich will, solange die Schule nicht darunter leidet", erklärt sie. Diese Einstellung übertrug sie auf ihr Studium. "Die Präsenzphasen waren kurzweilig und die Dauer von wenigen Tagen kam mir aufgrund meines straffen Zeitplans ebenfalls zu Gute. Die Inhalte wurden so praxisnah vermittelt, wie ich mir das erhofft habe", beschreibt sie. Mindestens zehn Einheiten mit der Dauer von jeweils zwei Stunden stehen für die 24-jährige Aline Focken wöchentlich auf dem Trainingsplan. Hinzu kommen Wettkämpfe und Trainingslager. Trotzdem lassen sich Sportlerkarriere und Studium an der DHfPG ideal miteinander vereinen. Mittlerweile hat sie sogar ihre Master-Thesis bestanden und damit ihr angeschlossenes Master-Studium ebenfalls erfolgreich absolviert.

Beruflich vorgesorgt und den Kopf frei für Olympia
Ihren größten Erfolg feierte sie 2014 mit dem Gewinn der Weltmeisterschaft in der Gewichtsklasse bis 69 kg im usbekischen Taschkent. Da war sie schon für das anschließende Master-Studium, bestehend aus Fernstudium und Präsenzphasen an der DHfPG, den "Master of Arts" Prävention und Gesundheitsmanagement, eingeschrieben. Zielstrebig und erfolgsorientiert wie sie auch in ihrem Sport ist, wollte sie ihre Kenntnisse mit dem Studium weiter vertiefen. Dafür besuchte sie die Präsenzphasen in der Zentrale der Deutschen Hochschule in Saarbrücken. "Da sich die Hochschule auf dem Gelände des Olympiastützpunktes Rheinland-Pfalz/Saarland befindet, fand ich während meiner Präsenzphasen nebenbei auch ideale Trainingsbedingungen vor. So konnte ich morgens oder abends vor dem Unterricht noch trainieren und dort auch übernachten." Zwar konnte sie ihren Weltmeistertitel 2015 bei der WM in Las Vegas nicht verteidigen, gewann aber dennoch die Bronze-Medaille und qualifizierte sich sehr früh für die Olympischen Spiele in Rio 2016. "Dementsprechend konnte ich meine Jahresplanung für 2016 zielgerichtet auf die Olympischen Spiele ausrichten. Es ist der absolute Höhepunkt meiner bisherigen Karriere."

Arbeiten neben dem Master-Studium
Mit dem Gewinn der WM 2014 stieg auch immer mehr das mediale Interesse an der blonden Ringerin. Die 24-Jährige repräsentiert ihre Sportart in Deutschland derzeit wie keine andere und möchte gerne für sie werben. Sie ist eine der wenigen Ringerinnen in Deutschland, die zumindest bis zu den Olympischen Spielen von ihrem Sport leben können. Dennoch war ihr eine berufliche Qualifikation wichtig. Daher bedauert die Krefelderin den geringen Stellenwert des Ringens. "Klar ist, dass dieser Sport unterschätzt wird. Es ist ein echter Kampfsport mit einer großen Geschichte, der immer Fairness und Respekt voreinander beinhaltet hat. Dennoch sind Ringer gezwungen, sich nebenbei eine Existenz aufzubauen, da man nur zeitweise durch die Unterstützung von Partnern und Sponsoren davon leben kann." Focken arbeitet neben ihrem Master-Studium noch mehrere Stunden wöchentlich im Reha-Zentrum Medicoreha, unter anderem auch mit Leistungssportlern zusammen. Das tut sie, weil sie Spaß an der Arbeit hat. Im Gegensatz zu dem dualen Bachelor-Studium ist beim Master-Studium keine betriebliche Ausbildung inbegriffen. Die Master-Thesis hat sie bereits abgegeben und zu ihrer großen Freude auch bestanden, sodass die Studienzeit an der DHfPG nun vorbei ist. "Das Studium war nie extrem belastend für mich. Im Gegenteil, es hat mich in der Hinsicht unterstützt, dass ich Ablenkung vom Leistungssport hatte und mal davon abschalten konnte. So konnte ich während der Präsenzphasen auch mal Zeit mit meinen Mitkommilitonen verbringen", blickt sie etwas wehmütig zurück.

Alles möglich bei Olympia
Wie die berufliche Zukunft mit dem Master-Abschluss im Gepäck aussieht, darum hat sich die Olympiateilnehmerin noch keine großen Gedanken gemacht. Sie will der Sport- und Gesundheitsbranche in jedem Fall auf gewisse Art und Weise erhalten bleiben. Wichtig ist, dass sie ohne Ängste in die Zukunft blicken kann. "Mit dem abgeschlossenen Master-Studium habe ich dann den Kopf frei für mein großes Ziel, die Olympischen Spiele. Weiter blicke ich momentan auch gar nicht voraus." Ihre Chancen kann sie nur schwer einschätzen, kann doch im Ringersport jede Unachtsamkeit eine Medaille kosten. "Da werden die 18 bis 20 besten Ringerinnen der Welt teilnehmen. Der Wettbewerb ist so aufgebaut, dass man bei einer Niederlage sofort raus ist. Nach meiner positiven Entwicklung in den vergangenen Jahren habe ich natürlich schon das Ziel, ganz nach oben zu kommen", formuliert sie zielstrebig. Eine Medaille ist der DHfPG-Studierenden allemal zuzutrauen.

Pressekontakt
Deutsche Hochschule für Prävention und Gesundheitsmanagement
Sebastian Fess
Hermann Neuberger Sportschule 3
66123 Saarbrücken
0681/6855-220
presse@dhfpg.de
http://dhfpg-bsa.de/



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