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Trump macht Schwiegersohn Jared Kushner zu Berater im Weißen Haus

  • In KARRIERE
  • 10. Januar 2017, 20:34 Uhr
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Trumps Schwiegersohn Jared Kushner Bild: AFP

Schwiegersohn Kushner kommt als Berater ins Weiße Haus, Tochter Ivanka scheidet aus dem Unternehmensimperium aus: Zehn Tage vor dem Amtsantritt des künftigen US-Präsidenten Trump zeichnet sich die künftige Rollenverteilung seiner Familienmitglieder ab.

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Schwiegersohn Jared Kushner zieht als führender Berater ins Weiße Haus ein, Tochter Ivanka scheidet aus dem Unternehmensimperium aus: Zehn Tage vor dem Amtsantritt des künftigen US-Präsidenten Donald Trump hat sich am Dienstag die Rollenverteilung seiner engsten Angehörigen abgezeichnet. Trump kündigte an, der Schwiegersohn werde "eine Schlüsselrolle" in seiner Regierung einnehmen. Kushners Frau Ivanka wird sich laut Medienberichten aus dem Trump-Imperium und ihrer eigenen Mode- und Schmuckfirma zurückziehen.

Mit der Entscheidung, Kushner als führenden Berater ins Weiße Haus zu holen, bewegt sich Trump in einem juristischen Graubereich. US-Präsidenten ist die Berufung von Verwandten auf Regierungsposten per Gesetz untersagt. Das Gesetz war verabschiedet worden, nachdem Präsident John F. Kennedy Anfang der 60er Jahre seinen Bruder Robert zum Justizminister ernannt hatte. 

Trump-Berater argumentieren jedoch, dass das Gesetz nur für Kabinetts- und Behördenjobs gelte, nicht aber für persönliche Berater des Präsidenten. Hier habe der Präsident größeren Spielraum bei der Auswahl des Personals. Der 36-jährige Immobilienunternehmer Kushner hatte maßgeblich Trumps erfolgreichen Wahlkampf organisiert, er zählt zu den einflussreichsten Figuren in seinem Umfeld. Den Ernennungen für Beraterposten im Weißen Haus muss der Senat nicht zustimmen.

Ebenso wie Trump ist Kushner Immobilienunternehmer. Er ist außerdem Herausgeber des Wochenblatts "New York Observer". Das Magazin "Forbes" schätzt das Vermögen Kushners und seiner Familie auf umgerechnet rund 1,7 Milliarden Euro. Um Interessenkonflikte zu vermeiden, werde Kushner "substanzielle Vermögenswerte" abstoßen und sich aus Regierungsangelegenheiten heraushalten, die seine finanziellen Interessen berührten, erklärte seine Anwältin Jamie Gorelick.

Kushner, der am Dienstag seinen 36. Geburtstag feierte, war bereits bislang eine der einflussreichsten Figuren im Zirkel um Trump. Er soll wesentlich an den Personalentscheidungen des gewählten Präsidenten beteiligt gewesen sein. Während des Wahlkampfs dirigierte er Trumps Kampagne in den sozialen Netzwerken.

Trump hat angekündigt, den Vorsitz der Trump Organization abzugeben, in der seine diversen wirtschaftlichen Aktivitäten gebündelt sind - von den Hotels, Wohnungs- und Bürobauten sowie Golfplätzen über die Vermarktung seines Namens bis hin zum Weinanbau. Ivanka Trump ist bislang ebenso wie ihre Brüder Donald junior und Eric Vizechefin der Trump Organization.

Bereits im Dezember stellt Trump klar, dass die beiden Söhne künftig das Unternehmensimperium leiten sollten. Insofern ist das jetzt von den US-Medien vermeldete Ausscheiden von Ivanka Trump aus der Trump Organization keine Überraschung.

Der voraussichtliche Abschied der Trump-Tochter von zumindest einem Teil ihrer wirtschaftlichen Aktivitäten erfolgt offensichtlich auch vor dem Hintergrund der künftigen Rolle ihres Ehemanns. Über Ivanka Trump berichtete das Magazin "Vanity Fair", sie werde ihre Anteile an der Trump Organization zwar verkaufen, allerdings werde sie weiterhin Einkünfte aus einem Teil der dort gebündelten Aktivitäten beziehen, die ihr in festgelegten Abständen ausgezahlt werden sollten. 

Die Trump-Tochter wird laut "Washington Post" kein formelles Amt in der Regierung bekleiden. Allerdings gehen Kommentatoren davon aus, dass sie großen Einfluss ausüben und ihre Stiefmutter Melania in den Schatten stellen wird. 

Während Melania Trump, die dritte Ehefrau des künftigen Präsidenten, mit dem zehnjährigen Sohn Barron zumindest bis Ablauf des derzeitigen Schuljahres in New York bleiben will, haben sich Ivanka Trump und ihr Mann laut Medienberichten bereits ein Haus in Washington ausgesucht. Das Paar hat drei kleine Kinder. 

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