Unfälle

Wetterfrösche sagen massiven Wintereinbruch durch Tief "Egon" voraus

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Schnee auf vielen Straßen erwartet Bild: AFP

Massenweise Schnee, Orkanböen und Schneeverwehungen - Meteorologen warnen vor einem massiven Wintereinbruch in Teilen Deutschlands. Das Tief 'Egon' soll dem Westen und Nordwesten bis zu 30 Zentimeter Neuschnee bringen.

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Massenweise Schnee, Orkanböen und Schneeverwehungen: Meteorologen haben am Donnerstag vor einem massiven Wintereinbruch in Teilen Deutschlands durch das Tief "Egon" gewarnt. Das Sturmtief soll dem Westen und Nordwesten in der Nacht zum Freitag bis zu 30 Zentimeter Neuschnee bringen und könnte den Autoverkehr vielerorts zum Erliegen bringen. Die Deutsche Bahn kündigte ein Tempolimit von 200 Stundenkilometern für ihre ICE-Züge an.

Für Donnerstagabend und die Nacht zum Freitag erwartete der Deutsche Wetterdienst auch in tiefen Lagen heftige Schneefälle zunächst in Teilen West- und Nordwestdeutschlands. Dabei sollen innerhalb weniger Stunden zehn bis 20, örtlich sogar 30 Zentimeter Neuschnee fallen.

In der Mitte Deutschlands und im Süden rechneten die Wetterfrösche zudem mit schwerem Sturm, auf einigen Bergen sogar mit Orkanböen. Am Freitag sollen die Schneefälle dann auch den Osten und Nordosten erreichen und dort bis zu 15, in Staulagen bis zu 20 Zentimeter Neuschnee bringen.

Die Bahn will durch die Reduzierung der Höchstgeschwindigkeit ihrer ICE-Züge Zugausfälle und Verspätungen durch herabfallende Eisklumpen und aufwirbelnde Schottersteine vermeiden. Die am Freitag mit Betriebsbeginn geltende Reduzierung auf 200 Stundenkilometer führt für Reisende auf den Hochgeschwindigkeitsstrecken im Fernverkehr zu Verzögerungen von zehn bis 20 Minuten.

Betroffen sind die Strecken Hamburg-Berlin, Hannover-Berlin, Hannover-Würzburg, Mannheim-Stuttgart, Köln-Frankfurt am Main, Nürnberg-Ingolstadt-München und Erfurt-Halle/Leipzig. Die Bahn bat die Reisenden, sich vor ihrer Fahrt im Internet oder per Anruf bei der zentralen Servicenummer (0180) 6 99 66 33 über die jeweilige Verbindung zu informieren.

Doch auch schon in den Stunden vor den erwarteten Winterunwettern bescherten Schnee und Eis der Polizei am Donnerstag vielerorts jede Menge Einsätze. In Bayern verunglückte nach Polizeiangaben in der Nacht zum Donnerstag ein 42-Jähriger Lastwagenfahrer auf der spiegelglatten Autobahn 71 tödlich.

In Brandenburg konnte die Autobahn 10 erst am frühen Donnerstagmorgen nach einer Massenkarambolage wieder freigegeben werden. Am Mittwochnachmittag waren zwischen den Königs Wusterhausen und dem Schönefelder Kreuz acht Lastwagen und fünf Autos zusammengekracht. Dabei wurden vier Menschen verletzt.

In Hamburg sorgte eine Sturmflut erneut für Hochwasser. Der Bereich um den Fischmarkt stand nach Angaben der Polizei unter Wasser - der Höchststand lag in der Nacht bei 2,11 Meter über dem mittleren Wert.

In Niedersachsen wurde ein Auto auf einer Aussichtsplattform in der ostfriesischen Gemeinde Jemgum vom Wasser eingeschlossen. Wegen der Sturmflut war die Zufahrt zur Plattform nicht mehr befahrbar, wie die Feuerwehr in Leer mitteilte. Der Autofahrer war demnach aber nicht gefährdet - er hatte Decken dabei, um die Nacht bis zum Einsetzen der Ebbe sicher im Auto zu verbringen.

Bereits am Mittwochabend war unweit des nordrhein-westfälischen Oelde ein Regionalexpress der Bahn bei starken Sturm mit einem umgestürzten Baum kollidiert. Nach Angaben der Bundespolizei in Münster blieben die Fahrgäste unverletzt - allerdings wurden der Stromabnehmer der Lok und eine Seitenscheibe des Steuerwagens beschädigt.

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