Brauchtum

Statistiker geben Entwarnung: Nicht mehr Unglücke am Freitag, dem 13.

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Viele fürchten Freitag, den 13. Bild: AFP

Der Aberglaube, dass es sich beim Freitag, dem 13., um einen Unglückstag handelt, sitzt bei vielen Menschen tief - Statistiken zufolge passieren am 'schwarzen Freitag' allerdings nicht mehr Unglücke und Unfälle als an anderen Tagen.

Der Aberglaube, dass es sich beim Freitag, dem 13., um einen Unglückstag handelt, sitzt bei vielen Menschen tief: Statistiken zufolge passieren am "schwarzen Freitag" allerdings nicht mehr Unglücke und Unfälle als an anderen Tagen, wie eine aktuelle Untersuchung der Zurich-Versicherung zeigt. Die Auswertung zeigt deutlich, dass im Schnitt sogar eher weniger Schäden passieren.

Seit 2009 untersucht der Versicherer regelmäßig den mysteriösen Freitag, an dem viele am liebsten gar nicht aus dem Haus gehen würden. Nach der aktuellen Analyse wurden an allen Freitagen, die seit 2009 auf einen 13. fielen, im Schnitt knapp 1900 Schäden gemeldet - an allen anderen Tagen lag der Wert bei durchschnittlich 2000 Schäden.

Auch die Gothaer gab Entwarnung. Zwar meldeten Privatkunden im vergangenen Jahr am Freitag, dem 13. Mai, 531 Schäden und damit mehr als die durchschnittlich 500 Schäden - ohne Naturereignisse - an allen anderen Freitagen, wie die Versicherung mitteilte. Damit sei der Tag "statistisch gesehen aber bei weitem kein Unglückstag".

Viel stärker als ein Datum beeinflusse das Wetter die Zahl der Schäden. "Stürme, Gewitter oder Hochwasser verursachen in Minutenschnelle eine große Anzahl an Schäden", erklärte Tobias Eichholz von der Gothaer. So habe beispielsweise das Hitzeunwetter in Deutschland am 23. Juni vergangenen Jahres, einem Donnerstag, rund 2700 Schäden verursacht und damit etwa sechsmal mehr als an einem Durchschnittsdonnerstag ohne Naturschäden.

Auch der ADAC nahm zuletzt 2015 die Pannenstatistik an "schwarzen Freitagen" unter die Lupe. Die Unfallzahlen der Jahre 2004 bis 2013 zeigten demnach, dass an es Tagen, die auf einen Freitag, den 13. fielen, sogar geringfügig weniger Unfälle mit Verletzten gab als an den anderen Freitagen. Im Schnitt waren es am "schwarzen Freitag" 999 solcher Unfälle - an den anderen Freitagen 1001.

Sowohl der Autoklub als auch die Versicherer verwiesen zugleich darauf, dass der Freitag ohnehin der schaden- beziehungsweise unfallreichste Tag der Woche ist.

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