Frankreich

Kunsthändler Guy Wildenstein in Steuerbetrugsprozess freigesprochen

  • In LIFESTYLE
  • 12. Januar 2017, 11:37 Uhr
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Wildenstein Bild: AFP

Der bekannte Kunsthändler Guy Wildenstein ist in einem Steuerbetrugsprozess in Frankreich freigesprochen worden. Wegen Gesetzeslücken und fehlerhafter Ermittlungen konnten die Angeklagten laut Gericht nicht verurteilt werden.

Der bekannte Kunsthändler Guy Wildenstein ist in einem Steuerbetrugsprozess in Frankreich freigesprochen worden. Das Pariser Strafgericht sprach am Donnerstag zudem Freisprüche für alle weiteren Angeklagten aus, darunter einen Neffen des 71-Jährigen und die Witwe seines älteren Bruders. Die Familie habe zwar die "klare Absicht" gehabt, ihr Vermögen zu verbergen, erklärte der Vorsitzende Richter. Wegen Gesetzeslücken und fehlerhafter Ermittlungen könnten die Angeklagten aber nicht verurteilt werden.

Die Erben des 2001 verstorbenen Kunsthändlers Daniel Wildenstein sollen dem französischen Fiskus hunderte von Millionen Euro vorenthalten haben. Die Pariser Staatsanwaltschaft spricht von dem "ausgeklügeltsten und längsten" Steuerbetrug in der jüngeren Geschichte Frankreichs. Für den Franko-Amerikaner Guy Wildenstein hatte die Anklage zwei Jahre Gefängnis und eine Geldstrafe von 250 Millionen Euro gefordert.

Das Milliardenvermögen der Familie aus Luxusimmobilien, Kunstwerken und Rennpferden wird größtenteils in Trusts verwaltet, die in Steuerparadiesen angemeldet sind. Im Besitz der Familie befinden sich unter anderem Gemälde von Bonnard, Fragonard und Caravaggio sowie eine riesige Farm in Kenia, auf der der Hollywood-Film "Jenseits von Afrika" gedreht wurde.

Die Steuerpraktiken der Familie beschäftigen nicht nur die französische Justiz. Der französische Fiskus verlangt von den Wildenstein-Erben Steuernachzahlungen von mehr als 500 Millionen Euro.

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