Finanzen

Aktionäre glauben weiter an Börsenfusion

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Frankfurt/Main - Wenige Tage nach Bekanntwerden des Ermittlungsverfahrens gegen Deutsche-Börse-Chef Carsten Kengeter stärken wichtige Aktionäre dem Manager den Rücken. "Es ist aus Aktionärssicht absolut zu begrüßen, wenn ein Vorstand eigene Aktien kauft", sagte Ingo Speich, Fondsmanager von Union Investment, der "Süddeutschen Zeitung" (Freitagsausgabe).

"Es ist nicht im Sinne der Aktionäre, dass Carsten Kengeter diskreditiert wird." Das Vergütungsprogramm, in dessen Rahmen Kengeter im Dezember 2015 Deutsche-Börsen-Aktien gekauft hatte, sei durch den Aufsichtsrat und die Hauptversammlung genehmigt gewesen. "Wir möchten, dass die Fusion weiter verfolgt wird", sagte Speich. Union Investment gehört zu den größten Aktionären des Konzerns. Auch andere große Investoren unterstützen den Vorstandschef uneingeschränkt. "Ich kann überhaupt kein Fehlverhalten erkennen", sagte ein Vertreter eines institutionellen Anteilseigners der SZ unter der Bedingung, anonym zu bleiben. "Ich habe keinen Grund, an der Integrität der handelnden Personen zu zweifeln." Ein weiterer Aktionärsvertreter sagte, man gehe "mit hoher Wahrscheinlichkeit" davon aus, dass an den Vorwürfen nichts dran sei. Allerdings kämen sie mit Blick auf die bevorstehende Fusion zur Unzeit. Dennoch befürworte man die Fusionspläne weiterhin. Die Frankfurter Staatsanwaltschaft ermittelt wegen des Verdachts auf Insiderhandel. In der vergangenen Woche hatte sie Geschäftsräume der Deutschen Börse in Eschborn bei Frankfurt durchsucht. Dadurch wurden die Ermittlungen öffentlich. Der Börsenkonzern weist die Vorwürfe zurück.

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