Motor-Technik

Borgward will Bremen 50 000 Elektroautos montieren

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Ulrich Walker, Vorstandsvorsitzender der Borgward Group AG und Andreas Heyer, Vorsitzender der Geschäftsführung der WFB Wirtschaftsförderung Bremen GmbH (von rechts). Foto: Auto-Medienportal.Net/Borgward Group

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Die Traditionsmarke Borgward hat große Pläne für Bremen. Der Stuttgarter Automobilkonzern plant, auf dem Gelände des Güterverkehrszentrums im Bremer Westen ,,das weltweite Kompetenzzentrum für Elektromobilität zu erreichten", kündigte Ulrich Walker, Vorstandsvorsitzender der Borgward Group AG, jetzt bei der Unterzeichnung eines Memorandums of Understandig für den Erwerb eines 140 000 Quadratmeter großes Geländes von der WFB Wirtschaftsförderung Bremen GmbH mit. Walker bezeichnete den Kauf als ,,nächsten Schritt in unserer globalen Wachstumsstrategie".

Auf dem Areal im Güterverkehrszentrum ist in der ersten Baustufe eine sogenannte SKD-/CKD-Fertigung für die Montage von bis zu 50 000 Fahrzeuge pro Jahr geplant. Ziel ist es, die Produktion je nach Bedarf und Nachfrage in eine Vollproduktion umwandeln zu können. Neben der Fertigung sind auf dem Gelände eine Teststrecke, ein Auslieferungszentrum sowie ein Marken-Studio geplant.

Für die Fertigung sowie die weiteren Gebäude hat die Borgward Group bereits einen Architekturwettbewerb gestartet. ,,Wir wollen auch architektonisch ein Signal setzen", sagte Walker. Wie bereits angekündigt, sollen in Bremen zunächst rein elektrisch angetriebene Fahrzeuge sowie Plug-in-Modelle gefertigt werden. ,,Unsere Fertigung in Bremen wird das weltweite Kompetenzzentrum für Elektromobilität", sagte Walker. Die E-Fahrzeuge aus Bremen sind für Europa und weitere Märkte geplant.

Die Fertigung, die Prozesse und die Einrichtungen im Borgward Werk Bremen sollen sich von Beginn systemtechnisch am Industriestandard 4.0 orientieren. Die lokale Wertschöpfungstiefe lässt sich dabei noch nicht endgültig bestimmen. Neben den bereits kommunizierten Borgward-Zulieferern wie Continental, Kuka, Schäffler/SKF, Borg Warner, Webasto werden bei der Fertigung vollelektrischer Fahrzeuge Bosch und der Elektronikkonzern LG für Batterien entscheidende Rollen spielen.

,,Wir heißen Borgward herzlich in Bremen willkommen", freute sich Andreas Heyer, Vorsitzender der Geschäftsführung der WFB. ,,Das Güterverkehrszentrum Bremen bietet mit seiner hervorragenden verkehrstechnischen Anbindung optimale Standortbedingungen für das Vorhaben der Borgward Group." Die WFB beginnt bereits im Mai diesen Jahres mit den Sandaufschüttungen für das Grundstück, das für die Erstinvestition benötigt wird. Direkt im Anschluss daran wird die Sandaufschüttung für die Expansionsfläche veranlasst. Borgward will zum Anfang des Jahres 2018 mit dem Bau zu beginnen. Die Produktion soll 2019 aufgenommen werden. (ampnet/Sm)

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