Rumänien

Kitsch-Museum in Bukarest vereint Ceausescu, Dracula und Jesus

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Eine Schaufensterpuppe präsentiert kitschige Kleidung Bild: AFP

Rumäniens Ex-Diktator Nicolae Ceausescu, der Vampir Dracula und Jesus Christus auf engem Raum vereint - das neue Kitsch-Museum in Bukarest macht es möglich.

Rumäniens Ex-Diktator Nicolae Ceausescu, der Vampir Dracula und Jesus Christus auf engem Raum vereint - das neue Kitsch-Museum, das am Freitag in Bukarest eröffnet wurde, macht es möglich. Bunte Kleidung und Möbel aus der Ceausescu-Ära reihen sich in der Ausstellung an kitschige Porzellanfiguren, Wandbehänge mit religiösen Motiven oder Lampen in Blumenform.

Gegründet wurde das Museum vom ehemaligen Werbeprofi Cristian Lica, der sich als "Fan von Kitsch" bezeichnet. Er sei "wie alle in seiner Generation mit dem kommunistischen Kitsch" der Ceausescu-Ära aufgewachsen, sagte der 41-Jährige der Nachrichtenagentur AFP. Ein "chaotischer und inkohärenter" Kitsch sei für Rumänien genauso typisch wie Dracula. 

Die 215 ausgestellten Objekte sind in sechs Kategorien aufgeteilt, darunter "Religion" und "Gypsy-Kitsch". Für die meisten Rumänen seien die Objekte der Roma-Minderheit kitschig, sagte Lica. Aber das sei Ansichtssache: "Niemand hat das Recht, über die Kultur eines anderen zu urteilen." 

Fotos in der Ausstellung zeigen reich geschmückte und gekrönte Chefs von Roma-Familien. Aber auch Ceausescu mochte die übertriebene Inszenierung. Für ein Foto zu seiner Amtseinführung 1974 ließ sich der Diktator mit einem Zepter ablichten. 

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