Fahrbericht

Renault macht den Captur noch schicker

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mid Kopenhagen - Der überarbeitete Renault Captur wirkt schon auf den ersten Blick deutlich markanter. Renault

Mit dem Captur hat Renault einen echten Volltreffer gelandet. Seit seinem Start 2013 fährt das B-Segment-SUV auf der Erfolgsspur und mausert sich zusehends zum ''schicken Kleinen'', denn 85 Prozent der Käufer ordern die feineren Versionen. Darum haben die Franzosen nicht nur das komplette Auto aufgefrischt und dessen Optik geschärft, sondern auch noch eine echte Luxus-Variante namens ''Initiale Paris'' aufgelegt.

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Mit dem Captur hat Renault einen echten Volltreffer gelandet. Seit seinem Start 2013 fährt das B-Segment-SUV auf der Erfolgsspur und mausert sich zusehends zum "schicken Kleinen", denn 85 Prozent der Käufer ordern die feineren Versionen. Darum haben die Franzosen nicht nur das komplette Auto aufgefrischt und dessen Optik geschärft, sondern auch noch eine echte Luxus-Variante namens "Initiale Paris" aufgelegt.

Der Captur verbindet kompaktes Format mit schicker Optik und praktischen Talenten. Das war von Anfang an so, fällt im neuen Trimm aber deutlicher auf. Denn jetzt gibt es beispielsweise eine neu gestaltete Frontpartie mit auffälligerem Unterfahrschutz, je nach Ausstattungsversion Voll-LED-Scheinwerfer und die neuen Farben Taklamakan-Orange, Biskaya-Blau sowie Amethyst-Schwarz plus die Dachfarbe Platin-Grau für die Zweifarb-Lackierungen. Das ergibt schon mal 35 verschiedene Farbkombinationen, die durch seitliche Zierleisten und Nabenkappen in fünf Farbtönen weiter dem persönlichen Geschmack angepasst werden können.

Ein Angebot, das nicht von ungefähr kommt, denn schon bisher legen Captur-Interessenten großen Wert auf die Individualisierung, die natürlich im Inneren weitergeführt und intensiviert wird. Sieben Innenlook-Pakete hat Renault zu bieten, die Palette reicht von edel-gediegen bis flippig-bunt. Das Armaturenbrett wurde im Zuge des Facelifts überarbeitet, der Anteil unterschäumter, griffsympathischer Materialien vergrößert. Das hat fraglos gut getan, allerdings ist noch immer Luft nach oben. Das Schubfach vor dem Beifahrer mit rund elf Liter Volumen ist nach wie vor sehr praktisch, die Bedienung von Schaltern und Hebeln und des per Touchscreen abrufbaren Bedienmenüs erfordert kein Informatik-Studium - das hat man schnell raus.

Zum technischen Auffrischungs-Programm für den Captur gehören ein Toter-Winkel-Warner und ein Einpark-Assistent, ein Bose-Soundsystem sorgt für den guten Ton, und schon in der Basis namens "Life" sind das schlüssellose Startsystem, Tempo-Begrenzer, elektrische Fensterheber, LED-Tagfahrlichter und elektrisch verstellbare Außenspiegel drin, die Klimaanlage allerdings muss der Käufer dazu bestellen.

Das Platzangebot ist für ein nur 4,12 Meter langes Gefährt gut, praxisfreundlich sind die um 16 Zentimeter verschiebbare Rücksitzbank und der herausnehmbare Ladeboden, die in Kombination das Kofferraum-Volumen bei Fünfer-Bestuhlung von 377 auf 455 Liter vergrößern. Dabei muss allerdings eine recht hohe Ladekante in Kauf genommen werden. Wird die teilbare Fond-Rücklehne komplett umgelegt, passen bis zu 1.235 Liter ins Gepäckabteil.

Angetrieben wird der Renault-Bestseller von zwei Benzinern mit 1,0 und 1,2 Liter Hubraum, die 66 kW/90 PS und 87 kW/118 PS aus drei bzw. vier Zylindern holen. Die bisher mit einem Anteil von nur rund 25 Prozent recht unterrepräsentierte Diesel-Fraktion besteht aus einem 1,5 Liter großen Vierzylinder mit 66 kW/90 PS oder 81 kW/110 PS. Der stärkere Benziner und der schwächere Diesel werden auch mit einem Sechsgang-Doppelkupplungsgetriebe (EDC) angeboten.

Beim ersten Ausprobieren des überarbeiteten Captur fallen auf Anhieb die überarbeiteten Sitze mit besserem Seitenhalt auf. Der mit einem Sechsganggetriebe verbundene 118 PS-Motor hat erkennbar mit den 1,2 Tonnen des Opel Mokka- oder Peugeot 2008-Gegners keine Mühe. Die 9,9 Sekunden für den 0-auf-100-Sprint und die 182 km/h Spitze passen jedenfalls gut ins Fahrzeugkonzept. Den Normverbrauch von 5,6 Liter auf 100 Kilometer übertreffen wir auf strengst tempolimitierten Straßen in und rund um Kopenhagen um gut einen Liter. Die Federung erweist sich als eher soft und schluckfreudig, ohne in schnellen Kurven Schwächen zu zeigen. Der Fahrer sitzt angenehm hoch, freut sich über die gute Übersicht und die einfache Bedienung.

Bei der Preisgestaltung unterbietet Renault die Einstiegs-Schallmauer von 16.000 Euro beim kleinen Benziner in Basisausstattung um 110 Euro. Alle anderen Motoren gibt es erst ab der nächsten Stufe Experience ab 17.890 Euro. Darüber folgen Intens ab 19.890 Euro und Crossborder ab 22.690 Euro. Die neue Krönung der erfolgreichen Baureihe "Initiale Paris" enthält so ziemlich alles serienmäßig, was die Zutatenliste hergibt. Die Top-Variante ist ab 25.490 Euro zu haben und markiert mit 27.790 Euro für den kleineren Diesel mit EDC auch den Spitzenplatz auf der Preisliste. Zu den Händlern kommt der überarbeitete Captur am 24./25. Juni.

Rudolf Huber/mid

Technische Daten Renault Captur Energy Tce 120 Intens:
Fünftüriges, fünfsitziges Kompakt-SUV, Länge/Breite/Höhe/Radstand in Meter: 4,12/1,178/1,57/2,61, Leergewicht: 1.270 kg, Kofferraumvolumen: 377 l bis 1.235 l, Tankinhalt: 45 l; Wendekreis: 10,4 m.
Motor: Vierzylinder-Turbobenziner, Hubraum: 1.197 ccm, Leistung: 87 kW/118 PS bei 5.000/min, max. Drehmoment: 205 Nm bei 2.000/min, Höchstgeschwindigkeit: 182 km/h, 0 - 100 km/h: 9,9 s, Normverbrauch: 5,6 l /100 km, CO2-Ausstoß: 127 g/km, Sechsgang-Getriebe mit Start-Stopp-System, Frontantrieb, Preis: ab 21.090 Euro.

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