Schweden

Schwedischer Discounter Rusta plant bis zu 500 Läden in Deutschland

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Lübeck - Der schwedische Discounter Rusta plant eine Offensive im deutschen Markt: "500 Filialen müssen in Deutschland auf jeden Fall möglich sein", sagte Rusta-Vorstandschef Göran Westerberg dem "Handelsblatt". An diesem Donnerstag eröffnet der Händler seine erste deutsche Filiale in Lübeck.

Zunächst werde sich das Unternehmen auf Norddeutschland konzentrieren und die Filialen von Zentrallager in Schweden aus beliefern. Doch wenn die Expansion ein Erfolg werde, dann würde das Unternehmen über kurz oder lang ein eigenes Logistikzentrum in Deutschland brauchen. "Wir haben große Pläne für Deutschland und unser neuer Laden in Lübeck ist nur der erste Schritt." Als weitere Standorte kämen eher kleinere Städte in Frage.

"Es wäre ein Fehler, in große Städte zu gehen. Das ist der teuerste Weg, um zu expandieren", sagte Westerberg. Dort seien nicht nur die Mieten teuer, sondern auch die Marketingkosten hoch. "Wir sind in der Regel um so erfolgreicher, je kleiner die Stadt ist."

In Schweden funktioniere das Rusta-Konzept schon in kleineren Orten. "In Lübeck mit seinen 240.000 Einwohnern könnten wir fünf bis sechs Läden eröffnen", sagte der Rusta-Chef. Im gerade abgelaufenen Geschäftsjahr habe Rusta seinen Umsatz um 14 Prozent auf 475 Millionen Euro gesteigert, sagte Westerberg. "Wir haben schon vor einigen Jahren erkannt, dass wir ins Ausland gehen müssen um weiter expandieren zu können", erklärt der Rusta-Chef. Deswegen ist das Unternehmen zunächst nach Norwegen gegangen. Doch weil das Wachstumspotenzial in Skandinavien begrenzt ist, wagt Rusta nun den Sprung nach Deutschland. "Wir hoffen, dass es der Beginn einer langen Liebesgeschichte ist", so Westerberg.

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