Auto

Skoda Karoq: Kompaktes SUV ganz groß

img
mid Stockholm - Weltpremiere in Schweden: Der neue Skoda Karoq ersetzt ab November den Yeti. Rudolf Huber/mid

Der Yeti ist Geschichte - jetzt tritt der Karoq in seine Fußstapfen. Die Modelloffensive von Skoda im SUV-Segment bekommt mit dem neuen Hoffnungsträger frischen Schwung, denn dem kompakten Platzwunder traut man bei der tschechischen VW-Tochter einiges zu - und zwar deutlich mehr als dem Yeti, so Markenvorstand Bernhard Maier bei der Weltpremiere des Karoq in Stockholm.

Der Yeti ist Geschichte - jetzt tritt der Karoq in seine Fußstapfen. Die Modelloffensive von Skoda im SUV-Segment bekommt mit dem neuen Hoffnungsträger frischen Schwung, denn dem kompakten Platzwunder traut man bei der tschechischen VW-Tochter einiges zu - und zwar deutlich mehr als dem Yeti, so Markenvorstand Bernhard Maier bei der Weltpremiere des Karoq in Stockholm.

Wo genau gehört der Karoq eigentlich hin? Konkurriert er beispielsweise mit dem Opel Mokka, oder wird er eher dem Klassenbesten bei den Kompakt-SUV, dem Tiguan, auf den Pelz rücken? Die Antwort ist nicht ganz einfach. Denn wie bei Skoda üblich, sprengt der Neue die bisherigen Maßstäbe. Am ehesten lässt er sich von den Ausmaßen her noch mit dem Tiguan der ersten Generation oder mit dem Seat Ateca vergleichen.

Das Konzept des Verschiebens von Klassengrenzen funktioniert beim größeren Kodiaq bestens, es dürfte auch bei seinem kleineren Bruder klappen. Denn außer einem sehr guten Platzangebot haben die Tschechen dem Karoq auch ein ansprechendes Äußeres und ein ebenso schickes wie technisch ausgereiftes Innenleben mitgegeben. Vom großen Skoda-Logo, dem dreidimensional gezeichneten Kühler und den Voll-LED-Scheinwerfern bis zu den markant geformten Heckleuchten steht der Neue frisch, straff und appetitlich auf der Straße. Wer die aktuelle Skoda-Designlinie mag, dürfte auch vom aktuellsten Vertreter der Marke angetan sein.

Technisch ist der Karoq sowieso auf dem neuesten Stand, er ist beispielsweise mit volldigitalem Instrumentenpanel, einer Vielzahl von Assistenzsystemen und den aktuellsten Vernetzungsmöglichkeiten zu haben - Phonebox mit induktiver Lademöglichkeit inklusive. An der Bedienung des Karoq soll kein Nutzer verzweifeln - mit diesem Credo gingen die Entwickler ans Werk. Das merkt man dem Endprodukt an.

Erste Sitz- und Anfassprobe im neuen SUV aus dem VW-Konzern. Das Raumgefühl ist vorne wie hinten gut, ganz besonders angesichts der Außenlänge von 4,38 Meter. Das liegt unter anderem am Radstand von 2,64 Meter, der eine Kniefreiheit im Fond von 69 Millimeter ermöglicht. Ähnlich großzügig geht es im Kofferraum zu, der bei normaler Bestuhlung 521 bis 1.630 Liter fasst. Werden die Vario-Flex-Sitze geordert, schluckt das Karoq-Lastenabteil zwischen 479 und 588 Liter. Und werden alle drei hinteren Einzelsitze entfernt, passen sogar 1.810 Liter rein.

Angetrieben wird der Karoq von Turboaggregaten mit 1,0, 1,5, 1,6 und 2,0 Liter Hubraum. Den Einstieg markiert ein 85 kW/115 PS starker Dreizylinder-Benziner, der Tempo 187 schafft und auf dem Prüfstand 5,2 Liter pro 100 Kilometer verbraucht. Die größten Chancen bei den Kunden wird nach Ansicht von Skoda der neue 1,5-Liter-Benziner mit 110 kW/150 PS haben, der den Karoq bis zu 204 km/h schnell macht und laut Norm 5,1 Liter Super komsumiert. Neu sind ein Diesel mit 1,6 Liter Hubraum, 85 kW/115 PS, 188 km/h Spitze und 4,5 Liter Verbrauch und der stärkste Diesel mit zwei Liter Hubraum, 140 kW/190 PS, 211 km/h Spitze und 5,3 Liter Verbrauch. Dazwischen ist noch der Zweiliter-TDI mit 110 kW/150 PS platziert, mit dem der Karoq 204 km/h schnell ist und der sich laut Norm mit 4,4 Liter Diesel zufrieden gibt. Außer dem 190 PS-Diesel können alle Motoren mit manueller Sechsgang-Schaltung oder Siebengang-DSG geordert werden. Das Spitzenmodell rollt grundsätzlich mit DSG und Allradantrieb an.

Beim ersten Kennenlernen vermittelt der Karoq einen rundum positiven Eindruck. Er gibt bei den kleinen SUV in Sachen Platzangebot, Variabilität und Vernetzung den Ton an, glänzt mit typischen "Simply Clever"-Lösungen und schaut einfach gut aus. Bestellen kann man den Neuen erst ab Juli, deswegen nennt Skoda noch keine Preise. Bei rund 20.000 Euro dürfte es losgehen, wenn der Karoq im November in den Handel kommt. Aber zuvor muss er noch versuchen, die Publikumsabstimmung für sich zu entscheiden: Auf der IAA in Frankfurt zeigt er sich erstmals der breiten Öffentlichkeit.

STARTSEITE

Artikel kommentieren

Bitte beachten Sie vor Ihrer Eingabe unbedingt unseren Datenschutzhinweis.