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DIHK rechnet bei Sieg des moderaten Lagers im Iran mit steigenden Investitionen

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Ölanlage am Persischen Golf Bild: AFP

Der DIHK rechnet bei einem Sieg des moderaten Lagers bei der iranischen Präsidentschaftswahl mit einem stärkeren Engagement deutscher Firmen im Iran. 'Zurzeit spüren wir eine gewisse Zurückhaltung auch wegen der anstehenden Wahlen.'

Der deutsche Industrie- und Handelskammertag (DIHK) rechnet bei einem Sieg des moderaten Lagers bei den iranischen Präsidentschaftswahlen mit einem stärkeren Engagement deutscher Firmen im Iran. "Wenn sich die moderaten Kräfte durchsetzen, wird das deutsche Engagement im Iran noch einmal deutlich steigen", sagte DIHK-Außenhandelschef Volker Treier den Zeitungen des Redaktionsnetzwerks Deutschland vom Freitag. "Zurzeit spüren wir eine gewisse Zurückhaltung auch wegen der anstehenden Wahlen."

Im Iran hatte am Freitagmorgen die Wahl des nächsten Präsidenten begonnen. Der moderate Amtsinhaber Hassan Ruhani bewirbt sich um eine zweite Amtszeit, um seinen Kurs der Öffnung und Entspannung fortsetzen zu können. Ruhanis konservativer Herausforderer Ebrahim Raisi verspricht mehr soziale Gerechtigkeit und präsentiert sich als Verteidiger der Armen und Arbeitslosen. Er plädiert zudem für eine "Widerstandswirtschaft", die auf Autarkie statt auf Öffnung setzt.

Treier sieht den Iran gut anderthalb Jahre nach dem Wegfall der Sanktionen zudem auf einem guten Weg. Der Handel habe sich belebt, die deutschen Exporte hätten allein im vergangenen Jahr um 25 Prozent zugelegt. Probleme gebe es aber im Bankensystem und bei der hohen Jugendarbeitslosigkeit von fast 30 Prozent. "Durch die lange Abschottung haben die Unternehmen einen technologischen Rückstand", sagte Treier. "Es dauert, bis der aufgeholt ist."

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