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FDP legt in Umfragen weiter zu - Viele Neueintritte bei den Liberalen

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  • 19. Mai 2017, 15:40 Uhr
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FDP-Chef Lindner Bild: AFP

Gut vier Monate vor der Bundestagswahl hat die FDP im aktuellen ZDF-'Politbarometer' den höchsten Wert seit sieben Jahren erreicht: Bei der Sonntagsfrage legten die Liberalen um zwei Prozentpunkte auf acht Prozent zu.

Gut vier Monate vor der Bundestagswahl ist die FDP weiter im Aufwind: Im aktuellen ZDF-"Politbarometer" erreichte sie den höchsten Wert seit sieben Jahren. Bei der Sonntagsfrage legten die Liberalen um zwei Prozentpunkte auf acht Prozent zu. Im ARD-"Deutschlandtrend" kamen die Liberalen sogar auf neun Prozent. Nicht nur in Umfragen geht es derzeit nach oben: Seit Jahresbeginn verzeichnet die FDP zudem viele Neueintritte. 

Für Schwarz-Gelb im Bund würde es nach dem am Freitag veröffentlichten "Politbarometer" aktuell aber nicht reichen. CDU/CSU verbesserten sich um einen Punkt auf 38 Prozent, zusammen mit der FDP würden derzeit 46 Prozent erreicht. Die SPD gab um zwei Punkte auf 27 Prozent nach. Die Linke kam unverändert auf neun Prozent. Grüne und AfD gaben jeweils einen Punkt ab und lagen bei sieben Prozent. 

Die SPD sackte auch im aktuellen ARD-"Deutschlandtrend" weiter ab. Die Sozialdemokraten kamen hier nur noch auf 26 Prozent, einen Punkt weniger als vor einer Woche. Die Union konnte um einen Punkt auf 38 Prozent zulegen. Die FDP verbesserte sich ebenfalls um einen Punkt auf neun Prozent. Die Grünen blieben unverändert bei acht Prozent. Die AfD gab einen Punkt ab auf neun Prozent, die Linke verlor einen Punkt auf sechs Prozent.

Eine Wechselstimmung gibt es der ARD-Umfrage zufolge nicht. 48 Prozent wünschten sich weiterhin eine CDU/CSU-geführte Bundesregierung. In der sogenannten Kanzlerfrage sprachen sich 49 Prozent für Amtsinhaberin Angela Merkel (CDU) aus, 32 Prozent für SPD-Kanzlerkandidat Martin Schulz.

Im ZDF-"Politbarometer" baute Merkel ihren Vorsprung auf Schulz deutlich aus: Nach 50 Prozent Ende April wünschten sich jetzt 57 Prozent erneut Merkel als Kanzlerin. Für Schulz sprachen sich 33 Prozent aus - Ende April waren es noch 37 Prozent. 

Bei der Bewertung verschiedener Koalitionsmodelle erhielt Schwarz-Gelb etwas mehr Zustimmung als eine große Koalition. So fanden es 43 Prozent gut, wenn es nach der Bundestagswahl zu Schwarz-Gelb käme, 37 Prozent fanden das schlecht. Eine erneute große Koalition bewerteten 39 Prozent gut und 41 Prozent schlecht. Alle anderen Varianten erhielten deutlich weniger Unterstützung.

Die FDP verzeichnete nach Angaben eines Parteisprechers seit Jahresbeginn mehr als 4600 Neueintritte und damit mehr als im gesamten vergangenen Jahr, als 4100 Menschen eintraten. Die Partei hat damit aktuell rund 57.000 Mitglieder, das sind etwas mehr als zur Bundestagswahl 2013. Vor vier Jahren waren die Liberalen aus dem Bundestag geflogen, sie hoffen nun auf den Wiedereinzug im September.

Für das "Politbarometer" befragte die Mannheimer Forschungsgruppe Wahlen von Dienstag bis Donnerstag telefonisch 1344 zufällig ausgewählte Wahlberechtigte. Der Fehlerbereich beträgt bei einem Anteilswert von 40 Prozent plus/minus drei Prozentpunkte, bei einem Anteilswert von zehn Prozent plus/minus zwei Prozentpunkte.

Für den "Deutschlandtrend" befragte das Institut Infratest dimap für das ARD-"Morgenmagazin" am Dienstag und Mittwoch 1017 Bürger. Die Fehlertoleranz wurde bei einem Anteilswert von fünf Prozent mit 1,4 Prozentpunkten angegeben, bei einem Anteilswert von 50 Prozent mit 3,1 Prozentpunkten.

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