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Tatort Münster: So steht es ums Fahrrad

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  • 19. Mai 2017, 15:27 Uhr
  • Ralf Loweg
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mid Groß-Gerau - Mit einem Lächeln auf den Lippen radelt es sich gleich viel leichter. Das gilt vor allem in Deutschlands heimlicher Fahrrad-Hauptstadt Münster. Doch die Konkurrenz holt auf. Pressedienst Fahrrad

Seit Jahren ist Münster die heimliche Fahrrad-Hauptstadt Deutschlands. Sogar Tatort-Kommissar Thiel geht mit dem Drahtesel auf Verbrecherjagd. Doch das Image bröckelt, andere Städte holen auf. Das jedenfalls geht aus dem aktuellen Fahrradklima-Test des Allgemeinen Deutschen Fahrrad-Clubs (ADFC) hervor.

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Seit Jahren ist Münster die heimliche Fahrrad-Hauptstadt Deutschlands. Sogar Tatort-Kommissar Thiel geht mit dem Drahtesel auf Verbrecherjagd. Doch das Image bröckelt, andere Städte holen auf. Das jedenfalls geht aus dem aktuellen Fahrradklima-Test des Allgemeinen Deutschen Fahrrad-Clubs (ADFC) hervor.

Bei den Städten mit mehr als 200.000 Einwohnern behauptet Münster zwar weiter die Spitzenposition. Doch die Note hat sich im Laufe der Jahre verschlechtert: von 1,88 auf aktuell 3,07. Damit liegen die Münsteraner nur noch knapp vor Karlsruhe (Note 3,09) und Freiburg (3,28).

Als stärkste Aufholer wurden Bochum, Wuppertal und Augsburg in Gruppe 1 (mehr als 200.000 Einwohner), Pforzheim, Regensburg und Offenbach in Gruppe 2 (100.000 bis 200.000 Einwohner), Marburg, Hanau und Iserlohn in Gruppe 3 (50.000 bis 100.000 Einwohner) sowie Baunatal, Gevelsberg und Zirndorf in Gruppe 4 (weniger als 50.000 Einwohner) ausgezeichnet. Diese Städte haben sich gegenüber dem ADFC-Fahrradklima-Test 2014 am stärksten verbessert.

"Konkurrenz belebt das Geschäft - so ist es auch in der Radverkehrsförderung. Mit dem Fahrradklima-Test wollen wir den Städten und Kommunen aber vor allem ein Instrument an die Hand geben, das ihnen hilft, das Fahrradklima vor Ort besser einzuschätzen und Erkenntnisse für ihre Fördermaßnahmen zu gewinnen", sagt Enak Ferlemann, Parlamentarischer Staatssekretär beim Bundesminister für Verkehr und digitale Infrastruktur.

Die Bandbreite der Bewertungen ist groß: So erhielt die "Fahrradstadt der Herzen", das münsterländische Reken (Gruppe 4), die Bestnote 1,86. Schlusslicht ist Hagen mit der Durchschnittsbewertung 4,72. Das "Fahrradklima" insgesamt - also die wahrgenommene Fahrradfreundlichkeit deutscher Städte und Gemeinden - hat sich seit der letzten Umfrage 2014 von 3,74 auf nun 3,81 leicht verschlechtert.

Die meisten Befragten sind zufrieden mit der Erreichbarkeit der Innenstadt per Rad (Note: befriedigend plus). Auch die Kernaussage "Bei uns macht Radfahren Spaß bzw. Stress" wird relativ gut bewertet (Note: befriedigend). Genervt sind die Radfahrenden vor allem durch Baustellen oder Falschparker auf Radwegen, ungeeignete Ampelschaltungen und zu schmale Radwege (Note: ausreichend bis mangelhaft). Und: Über 60 Prozent der Befragten fühlt sich beim Radfahren nicht sicher (Note: ausreichend). Der massenhafte Fahrraddiebstahl wird ebenfalls in fast allen Städten als schwerwiegendes Problem wahrgenommen (Note: ausreichend). Tatort-Kommissar Thiel kann eben nicht überall sein.

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