Sachsen

Bericht: Bosch plant neues Chip-Werk in Dresden

img
Bosch will massiv in Dresden investieren Bild: AFP

Der Autozulieferer Bosch will einem Zeitungsbericht zufolge eine Chip-Fertigung in Dresden aufbauen. Dort soll Elektronik für Sensoren produziert werden. Bosch arbeitet derzeit mit Hochdruck an Systemen für das autonome Fahren.

Der Autozulieferer Bosch will einem Bericht der "Sächsischen Zeitung" zufolge eine Chip-Fertigung in Dresden aufbauen. Dort solle Elektronik für Sensoren produziert werden, die zunehmend in der Autoindustrie eingesetzt werden, berichtete das Blatt am Donnerstag. Bosch arbeitet derzeit mit Hochdruck an Systemen für das autonome Fahren. Gemeinsam mit dem Autobauer Daimler will der schwäbische Konzern schon bis 2020 selbstfahrende Autos für den Stadtverkehr auf den Markt bringen. 

Diese Autos brauchen unterschiedliche Sensorsysteme für Kameras, Radar und Laserscanner. Für diese Systeme werden laut "Sächsischer Zeitung" mikro-elektromechanische Sensoren gebraucht, kurz MEMS. Bosch ist Weltmarktführer. Die Sensoren werden demnach schon heute zu Dutzenden in jedem modernen Fahrzeug eingebaut, um die vielen Fahrerassistenzsysteme zu steuern. 

Seit 2013 entwickelt Bosch in Dresden laut Bericht auch spezielle integrierte Schaltkreise für die Signalauswertung der MEMS-Sensoren. Diese sollen offenbar nun in die Massenfertigung gehen, berichtete die "Sächsische Zeitung". In mehreren Ausbaustufen sollen demnach zwischen 300 bis 400 Arbeitsplätze entstehen.

Dresden habe sich "dem Vernehmen nach" gegen harte internationale Konkurrenz durchgesetzt, etwa gegen New York und einen Standort in Singapur, berichtete das Blatt. Am Montag wollen Bosch, das Bundeswirtschaftsministerium und die sächsische Landesregierung demnach in Berlin Details der Großinvestition bekannt geben. Bis dahin sei Stillschweigen vereinbart.

Die Investition im Umfang von mehreren hundert Millionen Euro wird laut Zeitungsbericht massiv gefördert. Die Beihilfe komme maßgeblich aus jenem Topf, den der Bund im vergangenen Jahr mit 1,7 Milliarden Euro bis zum Jahr 2020 gefüllt hatte, um die deutsche Halbleiterindustrie gegen die in Asien und den USA massiv subventionierte Billigkonkurrenz zu stärken. 

STARTSEITE

Artikel kommentieren

Bitte beachten Sie vor Ihrer Eingabe unbedingt unseren Datenschutzhinweis.