Unternehmen

Energie-Agentur drückt aufs Gas

  • In UNTERNEHMEN
  • 19. Juni 2017, 15:29 Uhr
  • Lars Wallerang
img
mid Groß-Gerau - Auf der Suche nach der sauberen Lösung: Um die klimapolitischen Ziele zu erreichen, müssten Klimaschutztechnologien wie die Umwandlung von erneuerbarem Strom zu Wasserstoff für eine integrierte Energiewende stärker genutzt werden. JuergenPM / Pixabay.com / CC0

Die Deutsche Energieagentur (dena) drängt den Gesetzgeber zur Öffnung der Märkte für Kraftstoffe und Wärme zur Nutzung für Wasserstoff und synthetisches Methan. Um die klimapolitischen Ziele der Bundesregierung zu erreichen, müssten Klimaschutztechnologien wie die Umwandlung von erneuerbarem Strom zu Wasserstoff (Power to Gas) für eine integrierte Energiewende stärker genutzt werden.

Anzeige


Die Deutsche Energieagentur (dena) drängt den Gesetzgeber zur Öffnung der Märkte für Kraftstoffe und Wärme zur Nutzung für Wasserstoff und synthetisches Methan. Um die klimapolitischen Ziele der Bundesregierung zu erreichen, müssten Klimaschutztechnologien wie die Umwandlung von erneuerbarem Strom zu Wasserstoff (Power to Gas) für eine integrierte Energiewende stärker genutzt werden. Hierfür seien Änderungen an den gesetzlichen Rahmenbedingungen erforderlich, meint die Energieagentur.

Um Bewegung in die Sache zu bringen, hat die dena bereits einen Fahrplan ausgearbeitet. Dazu gehört, dass die Fuel Quality Directive der EU vollständig umgesetzt und im Bundesimmissionsschutzgesetz eine Unterquote für fortschrittliche Kraftstoffe verankert werden soll. Weitere rechtliche Rahmenbedingungen, um Power to Gas für das Energiesystem verfügbar zu machen, bildete die Förderung der Nutzung von Wasserstoff und synthetischem Methan im neuen Gebäudeenergiegesetz sowie ein Anerkennen erneuerbarer Gase in der Industrie im Rahmen des Treibhausgas-Emissionshandelsgesetzes.

"Der Gesetzgeber ist in der nächsten Legislaturperiode gefragt, den Rechtsrahmen technologieoffen zu gestalten und diskriminierende oder unnötig einschränkende Regelungen gegenüber Power-to-Gas-Anlagen und deren Produkten zu beseitigen", sagt Andreas Kuhlmann, Vorsitzender der dena-Geschäftsführung. Nachteile entstünden etwa dadurch, dass Strom in stärkerem Maße als andere Energieträger mit verschiedenen Abgaben und Umlagen belastet ist.

Die Technologie würde vor allem dort Chancen bieten, wo bestehende Lösungen an Grenzen stießen, wie zum Beispiel bei Netzengpässen. Auch wenn Maßnahmen wie der Netzausbau wenig gesellschaftliche Akzeptanz fänden und nicht schnell genug voranschreiten würden, könne die Technologie eine wichtige Rolle spielen.

Zudem erklärt der Fahrplan der dena, in welchen Bereichen Power to Gas die einzige Möglichkeit zur CO2-Minderung ist, weil keine Technologiealternativen bestehen würden. Dies treffe zum Beispiel auf den Schwerlast-, Schiffs- und Flugverkehr zu, für den Power to Gas strombasierte Kraftstoffe bereitstellen könne. Aufgrund der benötigten Reichweiten und des hohen Gewichts von Batterien sei die Elektromobilität keine geeignete Lösung. (vm/en-wid)

STARTSEITE

Artikel kommentieren

Bitte beachten Sie vor Ihrer Eingabe unbedingt unseren Datenschutzhinweis.