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Dutzende Vermisste nach Untergang von Marineschiff vor der Küste Kameruns

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Die Eliteeinheit BIR führt den Kampf gegen Boko Haram an Bild: AFP

Nach dem Kentern eines Marineschiffs vor der Küste Kameruns sind 34 Armeeangehörige vermisste worden. Insgesamt waren 37 Menschen auf dem Schiff, wie Verteidigungsminister Joseph Beti Assomo am Montag erklärte.

Nach dem Kentern eines Marineschiffs vor der Küste Kameruns sind 34 Armeeangehörige vermisst worden. Insgesamt waren 37 Menschen auf dem Schiff, wie Verteidigungsminister Joseph Beti Assomo am Montag erklärte. Das Boot mit Elitesoldaten einer schnellen Eingreiftruppe an Bord war am Sonntag zwischen den Orten Limbé und Bakassi im Südwesten untergegangen. 

Drei Soldaten konnten den Angaben zufolge gerettet werden. Das Schiff sei offenbar gesunken. Die Armee leitetet Suchmaßnahmen nach den Vermissten ein, ein Krisenstab wurde eingerichtet. Die Unglücksursache sei noch unklar, es deute jedoch Vieles darauf hin, dass das Meer plötzlich sehr unruhig geworden sei, hieß es in der Erklärung des Ministers weiter.

Die schnelle Eingreiftruppe (BIR) führt in Kamerun den Kampf gegen die Islamistengruppe Boko Haram im Norden des Landes an. Neben den Soldaten beförderte das Schiff auch Material für Baumaßnahmen auf einem Militärstützpunkt auf der Bakassi-Halbinsel. Dort ist die BIR nach einer Reihe von Geiselnahmen im Einsatz.

Boko Haram stammt zwar aus Nigeria, die Islamisten verüben aber auch in Kamerun, dem Tschad und im Niger regelmäßig Anschläge. Zuletzt nahmen die Anschläge durch Boko Haram im Norden Kameruns wieder zu. Rund 200.000 Menschen haben angesichts der Gewalt in der Region ihre Dörfer verlassen.

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