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Landkreise fordern schnelleren Internetausbau in Deutschland

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Städte beklagen langsamen Internetausbau Bild: AFP

Die Landkreise fordern von der Bundesregierung und der Deutschen Telekom einen rascheren Ausbau des schnellen Internets. Besonders ungünstig sei der Ausbau mit Kupferkabel, beklagte der der Präsident des Deutschen Landkreistages, Reinhard Sager.

Die Landkreise fordern von der Bundesregierung und der Deutschen Telekom einen rascheren Ausbau des schnellen Internets. "Datenautobahnen sowie hochleistungsfähige Mobilfunknetze sind die Lebensadern der Gigabit-Gesellschaft, auch und gerade in den ländlichen Räumen", sagte der Präsident des Deutschen Landkreistages, Reinhard Sager (CDU), der "Frankfurter Allgemeinen Zeitung" (Montagsausgabe). "Ohne diesen Standortfaktor ist eine wirtschaftliche, aber auch sonstige Entwicklung schlicht nicht mehr vorstellbar."

Digitale Infrastrukturen seien grundlegend für die Industrie 4.0 oder elektronische Dienste wie Gesundheitsangebote, Bildungsmöglichkeiten und Verwaltungsleistungen. Sager warf der Bundesregierung jedoch schlechte Weichenstellungen vor.

Die Deutsche Telekom kritisierte Sager dafür, auf Kupferkabel und Vectoring-Technik zu setzen. "Diese Vectoring-Technologie ist aber gerade nicht geeignet, uns in Richtung Gigabit zu bringen", sagte der Präsident des Landkreistages. "Hat man erst einmal diesen Weg eingeschlagen, wird sich das als Sackgasse entpuppen, weil damit die hohen Übertragungsraten nicht erreichbar sind." Die kupferbasierte Vectoring-Technik verhindere den Ausbau mit Glasfaser.

Mittels Vectoring ertüchtigt die Telekom alte Kupferleitungen, um Bandbreiten von bis zu 100 Megabit je Sekunde zu ermöglichen. Dies funktioniert meist schneller und kostengünstiger als der Ausbau mit Glasfaser, das dafür Gigabitgeschwindigkeit ermöglicht.

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