Technologie

Internet: Langsame Leitung schnell überlastet

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  • 10. August 2017, 12:15 Uhr
  • Lars Wallerang/cid
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cid Groß-Gerau - Wie schnell eine Internetleitung sein muss, damit ruckelfreies Streaming gelingt, hängt besonders davon ab, wie viele Nutzer die Leitung gleichzeitig verwenden. Telekom

Single-Haushalte können bei ihrer Internetleitung mit 6 Mbit pro Sekunde (Mbit/s) auskommen. Doch sobald mehrere Geräte angeschlossen sind oder schnell im Internet gesurft werden soll, stößt die langsame Digitalleitung rasch an ihre Grenzen. Ein Vergleichsportal hat jetzt den individuellen Bedarf ermittelt.


Single-Haushalte können bei ihrer Internetleitung mit 6 Mbit pro Sekunde (Mbit/s) auskommen. Doch sobald mehrere Geräte angeschlossen sind oder schnell im Internet gesurft werden soll, stößt die langsame Digitalleitung rasch an ihre Grenzen. Das Vergleichsportal TopTarif hat jetzt den individuellen Bedarf ermittelt. Vor allem wer Filme, Serien oder Sportevents in guter Qualität und ohne Unterbrechungen auf dem Rechner sehen möchte, braucht eine schnelle Internetverbindung.

Nutzen mehrere Personen gleichzeitig Anwendungen wie Internet-Telefonie, Video-Streaming oder Triple Play, sind Geschwindigkeiten von rund 25 Mbit/s empfehlenswert. Generell gilt: Je mehr Geräte und Anwendungen mit dem Internet verbunden sind, desto höher sollte die Bandbreite sein. "Für Wohngemeinschaften oder Familien reichen meist 16 Mbit-Tarife nicht aus, um störungsfrei im Internet zu surfen", sagt Dr. Arnd Schröder, Geschäftsführer von TopTarif. "Sind alle Nutzer gleichzeitig online, verteilt sich das verfügbare Signal entsprechend auf alle Geräte: Laptop, Smartphone, Tablet, Fernseher." Dann sinke die Bandbreite und das führe zu Verzögerungen, Aussetzern oder pixeligen Bildern. "Das ist besonders bei Live-Übertragungen, etwa Fußballspielen, sehr ärgerlich", weiß Schröder.

Datenstaus können aber auch von Faktoren verursacht werden, die nichts mit dem Provider zu tun haben. Dazu gehört der Zustand von Leitungen, Software oder Endgeräten. Die Geschwindigkeit von WLAN-Netzen ist zudem oft geringer als die über eine Kabel-Verbindung. Hinzu kommt, dass immer das langsamste Gerät im Netzwerk das Tempo vorgibt. Alle anderen Geräte passen sich an diese Geschwindigkeit an. Wer also mit einem alten Smartphone surft, drosselt den Speed des ganzen Netzes. Auch Tag und Uhrzeit können eine Rolle spielen. Wenn zu einer bestimmten Zeit sehr viele Anwender eines Verteilerbereichs gleichzeitig datenintensive Dienste nutzen, schränkt das die Geschwindigkeit bei jedem Einzelnen ein.

Eine Rolle spiele auch der Wohnort, sagt Schröder. In Städten und Ballungsgebieten herrsche meist eine gute Netzinfrastruktur, die Highspeed-Tarife ermöglicht. Das sei in dünn besiedelten Gebieten und auf dem Land oft nicht gegeben. "Haushalte sollten deshalb am besten vor dem Abschluss eines Internettarifs einen Verfügbarkeitstest durchführen." Der Test zeige, welche Anbieter welche Geschwindigkeiten an der eigenen Adresse anbieten.

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