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Investor verklagt Ex-Uber-Chef Kalanick

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Travis Kalanick, Ex-Chef und Gründer von Uber Bild: AFP

Der umstrittene ehemalige Chef des US-Fahrdienstanbieters Uber, Travis Kalanick, ist von einem wichtigen Investor verklagt worden. Benchmark Capital Partners wirft Kalanick Betrug, Vertragsbruch und Verletzung der Treuhänderpflicht vor. 

Der umstrittene ehemalige Chef des US-Fahrdienstanbieters Uber, Travis Kalanick, ist von einem wichtigen Investor verklagt worden. Benchmark Capital Partners wirft Kalanick in der am Donnerstag bei einen Gericht in Delaware eingereichten Zivilklage Betrug, Vertragsbruch und Verletzung der Treuhänderpflicht vor. 

Angesichts seines unausweichlichen Rücktritts habe Kalanick auf betrügerische Weise versucht, den Verwaltungsrat mit Verbündeten zu besetzen, um eine genaue Untersuchung seines früheren Verhaltens zu verhindern und den Weg für seine mögliche Rückkehr als Firmenchef zu ebnen, wirft Benchmark ihm vor. Kalanick solle daher jeglicher Kontakt mit der Konzernleitung verboten werden. Nach massiver Kritik an der Unternehmenskultur war der Uber-Gründer im Juni auf Druck mehrerer großer Investoren von seinem Posten zurückgetreten. 

Benchmark wirft Kalanick vor allem vor, von diesem hinters Licht geführt worden zu sein, um einer Vergrößerung des Verwaltungsrats um drei auf elf Mitglieder zuzustimmen - die von Kalanick als Vorsitzendem ernannt wurden. Zu dieser Zeit habe Kalanick Informationen über Missmanagement und "eine allgegenwärtige Kultur der Diskriminierung und sexuellen Belästigung und eine Menge anderer unangebrachter und unethischer Verhaltensrichtlinien" zurückgehalten, heißt es in der Klage weiter. 

Uber war 2009 gegründet worden. Mittlerweile ist es weltweit das wertvollste Startup mit Beteiligungskapital, sein Wert wird auf rund 68 Milliarden Dollar (58 Milliarden Euro) taxiert.

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