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Kenias Präsident Kenyatta zum Sieger der Wahl ausgerufen

  • In POLITIK
  • 11. August 2017, 22:17 Uhr
  • AFP
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Kenias Präsident Kenyatta wiedergewählt Bild: AFP

Die Wahlkommission in Kenia hat Amtsinhaber Uhuru Kenyatta zum Sieger der Präsidentschaftswahl erklärt. Kenyatta habe sich mit 54,27 Prozent der Stimmen gegen seinen Herausforderer Raila Odinga durchgesetzt, der 44,74 Prozent erhalten habe, gab die Wahlkommission am Freitagabend nach Auszählung der Stimmen bekannt. 

In einem Klima höchster politischer Anspannung hat die Wahlkommission in Kenia am Freitag Amtsinhaber Uhuru Kenyatta zum Sieger der Präsidentschaftswahl erklärt. Kenyatta habe sich mit 54,27 Prozent der Stimmen gegen seinen Herausforderer Raila Odinga durchgesetzt, der 44,74 Prozent erhalten habe, teilte die Wahlkommission mit. Die Opposition hatte zuvor Manipulationsvorwürfe geäußert. Nach Bekanntgabe des Ergebnisses kam es zu Ausschreitungen und Plünderungen.

Im Anschluss an die Verkündung seines Wahlsiegs rief Kenyatta die Opposition am Abend zu Versöhnung auf. "Wir sind keine Feinde, wir sind alle Bürger der gleichen Republik", sagte er. "Lasst uns friedlich bleiben, es gibt keinen Grund für Gewalt." Er strebe eine Zusammenarbeit an, "so dass wir diese Nation gemeinsam aufbauen können".

In den Hochburgen der Opposition entlud sich nach Bekanntgabe des Ergebnisses der Zorn. In Kibera, einem Slum der Hauptstadt Nairobi, plünderten Demonstranten Ladengeschäfte und zündeten sie an, wie ein AFP-Korrespondent berichtete. In Kisumu im Westen des Landes schoss die Polizei unmittelbar nach Verkündung des Ergebnisses in die Luft, um Demonstranten auseinanderzutreiben.

Die Opposition hatte die Veranstaltung der Wahlkommission zur Bekanntgabe des Ergebnisses boykottiert. Der Oppositionspolitiker James Orengo vom Parteienbündnis Nasa bezeichnete die Stimmauszählung als "Farce" und "Disaster". Er warf der Wahlkommission vor, sich Gesprächen über die Einwände der Opposition zu verweigern.

Orengo machte klar, dass sich die Opposition auch von einer juristischen Anfechtung des Ergebnisses vor Gericht nicht viel verspreche. "Der Gang vors Gericht ist für uns keine Alternative", sagte er. "Wir waren dort bereits."

Bereits am Donnerstag hatte das Oppositionsbündnis erklärt, das es seinen Kandidaten Odinga als Sieger der Wahl ansehe. Odinga warf der Regierung Wahlbetrug vor und sprach von kriminellen Hackerangriffen auf die Wahlcomputer. 

Der 55-jährige Kenyatta und Ex-Regierungschef Odinga sind seit langem verfeindet. Der 72-jährige Oppositionsführer, der zum vierten Mal als Kandidat für die Präsidentschaft antrat, hatte schon bei vorherigen Wahlen den Sieg vergeblich für sich reklamiert. Vor zehn Jahren war Kenia nach einem knappen Wahlausgang durch blutige Unruhen mit mehr als 1100 Toten erschüttert worden.

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