Gesundheit

Schwarzer Hautkrebs: Neue Therapie auf dem Weg

  • In GESUNDHEIT
  • 11. September 2017, 16:35 Uhr
  • Steve Schmit/mp
img
mp Groß-Gerau - Prof. Dr. Axel Hauschild vom Universitätsklinikum Schleswig-Holstein präsentiert seine aktuelle Studie zur Kombinations-Therapie gegen schwarzen Hautkrebs. UKSH

Bei der Behandlung von schwarzem Hautkrebs macht eine aktuelle Studie auf eine Kombinations-Therapie aufmerksam. Sie soll der gängigen Methode deutlich überlegen sein.

Anzeige


Bei der Behandlung von schwarzem Hautkrebs macht eine aktuelle Studie auf eine Kombinations-Therapie aufmerksam. Sie soll der gängigen Methode deutlich überlegen sein.

Bisher werden nach einer operativen Entfernung von Haut- oder Lymphknotenmetastasen eines schwarzen Hautkrebses (Melanom) normalerweise vorbeugende (adjuvante) Therapien verabreicht. In Europa bedeutet dies eine Interferon-Therapie. Axel Hauschild, Oberarzt der Klinik für Dermatologie, Venerologie und Allergologie des Universitätsklinikums Schleswig-Holstein (UKSH) setzt im Rahmen seiner Zulassungsstudie "COMBI-AD" auf die beiden Substanzen "Dabrafenib" und "Trametinib". Eine Bedingung für den Einsatz der Kombinationstherapie: Es muss eine sogenannten "BRAF-Mutation" im Tumor festgestellt werden.

Die Interferon-Therapie verbessert das "rezidivfreie Überleben" um circa zehn bis 20 Prozent. Damit ist die Zeit von der vollständigen Entfernung aller Tumoren bis zur ersten neuen Metastase gemeint. Die neue Kombinationstherapie soll nicht nur den Wert der rezidivfreien Überlebenszeit, sondern auch den der Gesamtüberlebenszeit verdoppeln. "Dies sind die besten Resultate, die wir jemals in der adjuvanten Therapie des fortgeschrittenen Melanoms in den vergangenen 40 Jahren gesehen haben", sagt Hauschild. Der Oberarzt erwartet, dass seine Ergebnisse zu einer schnellen Zulassung dieser Präparatekombination führen wird.

STARTSEITE

Artikel kommentieren

Bitte beachten Sie vor Ihrer Eingabe unbedingt unseren Datenschutzhinweis.