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Sechs Altersheimbewohner nach Stromausfall wegen "Irma" ums Leben gekommen

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Verwüstungen auf den Florida Keys Bild: AFP

Nach einem Stromausfall wegen des Hurrikans 'Irma' sind in einem Altersheim im US-Bundesstaat Florida sechs Menschen ums Leben gekommen. Notärzte stellten fest, dass die Senioren stark dehydriert waren und an Herzproblemen litten.

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Nach einem Stromausfall wegen des Hurrikans "Irma" sind in einem Altersheim in Florida sechs Menschen ums Leben gekommen. Wie die Behörden des Verwaltungsbezirks Broward County am Mittwoch mitteilten, starben drei Menschen in der Einrichtung in der Stadt Hollywood nahe Fort Lauderdale, drei weitere nach ihrer Einlieferung in ein Krankenhaus. Notärzte stellten fest, dass die Senioren stark dehydriert waren und an Herzproblemen litten. 

Der Lokalsender WSVN meldete, fast 120 Bewohner seien wegen des Stromausfalls und der "starken Hitze" aus dem Altersheim fortgebracht worden. Der örtliche Polizeichef Tomas Sanchez sagte laut einem Bericht des Senders CNN, die Todesfälle seien möglicherweise durch den Ausfall der Klimaanlage verursacht worden. Eine strafrechtliche Untersuchung wurde eingeleitet.

Floridas Gouverneur Rick Scott sprach von einem "unfassbaren" Ereignis, auch wenn die Einzelheiten noch nicht geklärt seien. Wenn jemand nachlässig gehandelt habe, werde er die "volle Härte des Gesetzes" zu spüren bekommen.

Sollte sich bestätigen, dass die Todesfälle in dem Altersheim auf den Ausfall des Stroms zurückzuführen sind, würde sich die Zahl der durch den Hurrikan versuchten Todesfälle in Florida auf mindestens 18 erhöhen, die Toten in der Karibik eingeschlossen auf 55.

Als Folge des Sturms waren in Florida weiterhin Millionen von Menschen ohne Strom. Auf der Rückreise Richtung Florida gerieten viele Autofahrer in lange Staus. Die Bewohner der Inselkette Florida Keys fanden bei ihrer Rückkehr ein Bild der Verwüstung vor: 90 Prozent der Häuser auf den Keys seien zerstört oder schwer beschädigt, teilte die US-Katastrophenschutzbehörde Fema mit.

In ganz Florida waren 15 Millionen Menschen ohne Strom, eine weitere Million im benachbarten Bundesstaat Georgia sowie rund 20.000 Menschen in South Carolina. Ein Zeichen der Normalisierung war die Wiedereröffnung des Freizeitparks Walt Disney World in Orlando. 

US-Präsident Donald Trump und seine Frau reisen am Donnerstag nach Florida. "Meine Sorge gilt weiter all denjenigen, die von den Hurrikanen betroffen sind", schrieb die First Lady im Kurzbotschaftendienst Twitter. Trump hatte nach dem verheerenden Wirbelsturm "Harvey" bereits zwei Mal die betroffenen Gebiete in Texas besucht, auch im benachbarten Bundesstaat Louisiana machte er Station. 

Unterdessen besuchten auch Frankreichs Staatschef Emmanuel Macron und der niederländische König Willem-Alexander von "Irma" betroffene Überseegebiete ihrer Länder. Macron flog von der Insel Saint-Martin nach Saint-Barthélemy weiter. Macron kündigte die Entsendung von 3000 Sicherheitskräften bis Ende der Woche an, die weitere Plünderungen verhindern sollten. 

Der britische Außenminister Boris Johnson besuchte die betroffenen britischen Karibik-Gebiete. Auf Barbados sagte er, fast tausend Soldaten seien im Einsatz, um für Sicherheit zu sorgen und Hilfseinsätze zu unterstützen. Unterdessen sagte Premierministerin Theresa May im britischen Unterhaus weitere Hilfen im Umfang von mehr als 27 Millionen Euro für die Hurrikan-Opfer in den britischen Teilen der Karibik zu.

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