Nutzfahrzeuge

Schneeräumen wie von Geisterhand

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mid Groß-Gerau - Trockenübung: Daimler demonstriert mit einer Arocs-Flotte, wie das automatisierte Schneeräumen auf einem Flughafen in Zukunft aussehen kann. Daimler

Das automatisierte Fahren hat auch die Nutzfahrzeuge erfasst. Wie das im Arbeitsalltag aussehen kann, hat Daimler jetzt demonstriert. Dafür schicken die Stuttgarter eine Arocs-Flotte auf das Gelände des ehemaligen Fliegerhorsts Pferdsfeld.

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Das automatisierte Fahren hat auch die Nutzfahrzeuge erfasst. Wie das im Arbeitsalltag aussehen kann, hat Daimler jetzt demonstriert. Dafür schicken die Stuttgarter eine Arocs-Flotte auf das Gelände des ehemaligen Fliegerhorsts Pferdsfeld. Der Auftrag: Daimler zeigt bei diesem einzigartigen Test, wie ein automatisierter Schneeräumeinsatz auf Flughäfen praktisch umgesetzt werden kann.

Bei der Demonstration sind insgesamt vier Fahrzeuge im Einsatz. Basis sind serienmäßige, allradangetriebene Sattelzugmaschinen vom Typ Mercedes-Benz Arocs 2045 AS. Ihre Motoren leisten 315 kW/428 PS und 2.100 Newtonmeter maximales Drehmoment. Mit einem dreiteiligen, vollhydraulisch bedienbaren Acht-Meter-Schneepflug an der Fahrzeugfront sollen im Ernstfall die Hauptschneemasse bei zügiger Fahrt zur Seite geschoben werden. Die Feinarbeit der Fahrbahnreinigung übernehmen anschließend ein Kehrbesen und ein Gebläse. Es wird als Sattelauflieger mitgeführt und dort von einem Sechszylindermotor im Heck des Trailer angetrieben, unabhängig vom Zugfahrzeug, erläutern die Daimler-Experten. Das gesamte Sattelkraftfahrzeug ist 23 Meter lang und wiegt einsatzbereit 25 Tonnen.

Was aber ist der Vorteil der automatisierten Räumflotte im Vergleich zu herkömmlichen Fahrzeugen, wie sie bislang im Einsatz sind? Flugfeld-Reinigungen speziell im Winter sind nur schwer vorhersagbar und damit schwer planbar. Die automatisierten Schneeräumeinheiten erfordern laut Daimler keine zusätzliche Fahrzeug- und Personaleinplanung. Und das sei vor allem bei blitzartigem Einsetzen extremer Witterung in den Wintermonaten entscheidend.

Daimler ist jedenfalls fest vom Erfolg des Projekts überzeugt. "Wir reden nicht nur über neue Technologien, wir bringen sie auch auf die Straße. Wir entwickeln unsere modernsten Assistenz-Systeme Schritt für Schritt weiter - hin zum automatisierten Fahren", erklärt Martin Daum, im Vorstand der Daimler AG verantwortlich für Daimler Trucks. Na dann: Der nächste Winter kommt bestimmt.

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