Luftfahrt

Verbraucherschützer fordern Kartellamt zum Handeln gegen hohe Flugpreise auf

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Air-Berlin-Maschine Bild: AFP

Verbraucherschützer fordern angesichts gestiegener Ticketpreise bei der Lufthansa ein Einschreiten des Bundeskartellamts. Air Berlin hatte Mitte August Insolvenz angemeldet und Ende Oktober den Flugbetrieb eingestellt.

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Verbraucherschützer fordern angesichts gestiegener Ticketpreise bei der Lufthansa ein Einschreiten des Bundeskartellamts. Der Präsident des Verbraucherzentrale Bundesverbands (vzbv), Klaus Müller, sagte dem "Handelsblatt" vom Mittwoch, wenn die Flugpreise "entgegen aller Beteuerungen steigen, war die Übernahme von Air Berlin durch Lufthansa ein schlechter Deal für die Fluggäste". Daher sei nun das Bundeskartellamt gefragt: Die Behörde müsse ein Verfahren wegen Marktmachtmissbrauchs prüfen.

Der Chef des Bundeskartellamts, Andreas Mundt, bezeichnete im "Handelsblatt" einen "Preiseffekt zum Nachteil des Kunden" als "nicht wirklich überraschend". Der Wegfall der insolventen Fluggesellschaft Air Berlin schade "natürlich" dem Wettbewerb, sagte er. Die Europäische Kommission werde die Übernahme großer Teile des Unternehmens durch die Lufthansa daher sehr genau prüfen. "Der Ausgang dieses Verfahrens ist abzuwarten, bevor man darüber nachdenken kann, ob hier ein marktbeherrschendes Unternehmen eventuell missbräuchlich überhöhte Preise nimmt."

Der Chef der Monopolkommission, Achim Wambach, sagte der Zeitung, es sei damit zu rechnen, "dass die Preise mindestens so lange hoch bleiben, bis die laufenden Fusionskontrollverfahren abgeschlossen sind und das Angebot von Flügen wieder auf dem vorherigen Niveau angelangt ist". Air Berlin hatte Mitte August Insolvenz angemeldet und Ende Oktober den Flugbetrieb eingestellt.

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