Großbritannien

Sinn-Fein-Chef Adams kündigt für kommendes Jahr seinen Rückzug an

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  • 18. November 2017, 23:52 Uhr
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Adams hat den Parteivorsitz seit 1983 inne Bild: AFP

Der Chef der irischen Sinn-Fein-Partei, Gerry Adams, hat für das kommende Jahr seinen Rückzug angekündigt. 'Führung bedeutet, dass man weiß, wann es Zeit ist für einen Wechsel, und diese Zeit ist jetzt', sagte der 69-Jährige am Samstag in Dublin.

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Der Chef der irischen Sinn-Fein-Partei, Gerry Adams, hat für das kommende Jahr seinen Rückzug angekündigt. "Führung bedeutet, dass man weiß, wann es Zeit ist für einen Wechsel, und diese Zeit ist jetzt", sagte der 69-Jährige am Samstag in einer emotionalen Rede zum Abschluss eines Sinn-Fein-Parteitags in Dublin.

Adams, der den Vorsitz seit 1983 inne hat, wurde noch einmal wiedergewählt, will aber bei einem Sonderparteitag 2018 nicht mehr antreten. Auch sein Abgeordnetenmandat im irischen Parlament will er zum Ende der Legislaturperiode aufgeben. Als mögliche Nachfolgerin an der Parteispitze ist die bisherige Vizevorsitzende Mary Lou McDonald im Gespräch. Die 48-Jährige ist ebenfalls Abgeordnete im Parlament in Dublin. 

Die nationalistische Sinn Fein galt lange als politischer Arm der nicht mehr aktiven katholischen Untergrundorganisation Irisch-Republikanischen Armee (IRA). Eine Mitgliedschaft in der IRA hatte Adams immer abgestritten.

Die IRA kämpfte jahrzehntelang gewaltsam gegen die britische Armee in Nordirland und für den Anschluss der britischen Provinz an die mehrheitlich katholische Republik Irland. 2005 schwor sie offiziell der Gewalt ab. Der Nordirland-Konflikt, in dem mehr als 3000 Menschen ums Leben kamen, war im Jahr 1998 durch das sogenannte Karfreitagsabkommen beendet worden. Adams war daran maßgeblich beteiligt. 

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