Motor-Messe

LA Auto Show: Reden ist Silber, machen ist Gold

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mid Los Angeles - Die Los Angeles Auto Show schließt traditionell jedes Autojahr ab. Marcel Sommer / mid

Bei der diesjährigen Los Angeles Auto Show zeigt sich mal wieder, dass nur wenige Automobilhersteller auf ihre elektrifizierenden Worte auch die entsprechenden Stromer-Taten folgen lassen. Soll heißen, in der Stadt der Träume, aber zugleich auch der Stadt, in der es nahezu keinen Häuserblock ohne mindestens einen Obdachlosen zu geben scheint, geben die Amis wieder richtig Gas.

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Bei der diesjährigen Los Angeles Auto Show zeigt sich mal wieder, dass nur wenige Automobilhersteller auf ihre elektrifizierenden Worte auch die entsprechenden Stromer-Taten folgen lassen. Soll heißen, in der Stadt der Träume, aber zugleich auch der Stadt, in der es nahezu keinen Häuserblock ohne mindestens einen Obdachlosen zu geben scheint, geben die Amis wieder richtig Gas. So ist bei Chevrolet die neue Corvette ZR1 mit 6,2 Liter großen V8-Kompressor und 765 PS zu bestaunen. Bis zu 341 Kilometer pro Stunde soll die vorerst letzte Frontmotor-Vette schnell sein. Ihre Nachfolgerin wird mit einem Mittelmotor ausgestattet sein.

Auch bei Porsche sind mit dem neuen Cayman und dem Boxter im GTS-Kleid zwei echte Sportwagen mit Verbrennungsmotor am Start. Vier Zylinder und ein giftiger Sound sorgen für Fahrspaß. Direkt daneben zeigen die Zuffenhäuser ihren 911 Carrera T sowie den vermeintlich grünen Panamera Turbo S E-Hybrid Sport Turismo mit 680 PS. BMW feiert ebenso ein kleines PS-Feuerwerk mit seinem neuen M3 CS. Seine 460 PS treiben den Münchener in 3,9 Sekunden auf Tempo 100. Ihm zur Seite steht der neue i8 als Spyder, sprich ohne Dach. Mini präsentiert ein Elektro-Konzept. Auf dem großen Mercedes-Stand thronen das neue CLS Coupé und das S 560 4Matic Cabrio auf der Haupt-Bühne.

Von den Deutschen Herstellern hält zumindest Volkswagen die Elektro-Flagge hoch und präsentiert die zwar schon bekannten, aber nun zum ersten Mal gemeinsam in den USA auf der Bühne parkenden I.D.-Modelle. Sie sollen den Weg in die Elektromobilitäts-Zukunft der Wolfsburger darstellen und machen Hoffnung auf mehr. Der eigentliche Star der Messe, das neue Tesla-Wunderauto, ließ sich leider überhaupt nicht blicken. Die Besucher müssen mit den bekannten Modellen Vorlieb nehmen.

Einer der größten Hingucker ist in diesem Jahr der neue Jeep Wrangler. Der Offroad-König kommt in drei verschiedenen Ausstattungsvarianten auf den Markt: Sport, Sahara und Rubicon. Die Motorenauswahl in Deutschland wird genau genommen gar keine sein, denn lediglich ein 270 PS starker Zweiliter-Turbovierzylinder wird erhältlich sein. Von einem Offroader zum nächsten: Land Rover zeigt in Los Angeles das neue Luxusmodell Range Rover SV Autobiography mit 565 PS aus einem 5,0 Liter großen V8-Triebwerk. Aus Japan ist eine leichte Überarbeitung des Mazda 6 an die Westküste der USA geschifft worden. Dass es sich bereits um das zweite Facelift des Sechsers handelt, sollte lieber nur am Rande erwähnt werden. Ebenfalls nur am Rande, oder besser gesagt in einer dunklen Ecke in einer dunklen Halle ist der neue Aston Martin Vantage versteckt. Design ist ja bekanntlich Geschmackssache.

Nissan verwandelt die diesjährige L.A. Auto Show in eine Art Star Wars-Show. Denn wenn schon keine wirklichen Neuheiten zu sehen sind, dann sorgen immerhin die drei arg veränderten und zu X-Wings umfunktionierten Modelle für ordentlich Aufsehen. Die Luxusmarke der Japaner, Infiniti, rollt den QX50 auf die Bühne und im Herbst 2018 mit 268 PS auch nach Deutschland. Auch Luxus, aber Lexus, ist der Siebensitzer RX L. Er ist elf Zentimeter länger als das Basismodell und startet in den USA bei 48.665 US-Dollar. Ebenfalls mit sieben Sitzen kommt der neue Subaru Ascent. 260 PS treiben den 5,05 Meter langen Allradler nach vorn. Dass der in den USA produzierte Ascent nicht nach Deutschland kommt, ist wirklich schade.

Marcel Sommer / mid

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