Gesundheit

Strahlungsfreie Kalzium-Messung

  • In GESUNDHEIT
  • 30. November 2017, 14:46 Uhr
  • Steve Schmit/mp
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mp Groß-Gerau - Forscher wandeln mithilfe von "Optoakustik" Ultraschall-Signale in 3D-Bilder um. B. van Rossum, G. Westmeyer / TUM

Kalzium ist in unseren Körpern an der Steuerung wichtiger Prozesse beteiligt. Eine neue Mess-Methode kann jetzt die Kalzium-Konzentration im Gewebe messen, ohne schädliche Strahlung.

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Kalzium ist in unseren Körpern an der Steuerung wichtiger Prozesse beteiligt. Eine neue Mess-Methode kann jetzt die Kalzium-Konzentration im Gewebe messen, ohne schädliche Strahlung. Das Sensormolekül der Technischen Universität München (TUM) und des Helmholtz Zentrums München deckt durch die Bildgebungsmethode Optoakustik unter anderem Prozesse in Herz und Hirn auf.

"Weil Kalzium für essentielle Organe wie Herz und Gehirn eine so entscheidende Rolle spielt, würde man gerne 'live' und tief im Gewebe beobachten können, wie sich Kalziumkonzentrationen verändern - auch um fehlgesteuerte Prozesse bei Krankheiten besser zu verstehen", sagt Prof. Gil Gregor Westmeyer, Leiter der Studie und Professor für Molekulare Bildgebung an der TUM, sowie Forschungsgruppenleiter am Helmholtz Zentrum München.

Derzeit wird das Molekül an Tieren getestet, damit später auch der Mensch von der Entwicklung profitieren kann. Laserimpulse erwärmen die absorbierenden Sensormoleküle im Gewebe und dehnen sie kurzzeitig aus. Die Wissenschaftler erfassen die so erzeugten Ultraschallsignale mit entsprechenden Detektoren und wandeln sie in dreidimensionale Bilder um. Mit der Methode können Forscher tiefer in Gewebe hinein schauen, als beispielsweise mit gängigen Lichtmikroskopen. Ein anderer Vorteil liegt darin, dass die Forscher für die Untersuchungen keine genetischen Veränderungen vornehmen müssen. Die nächsten Schritte bestehen darin, das Molekül derart zu entwickeln, dass es tiefere Einblicke ins Gewebe zulässt.

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