Hamburg

Hamburger Polizei kündigt große Öffentlichkeitsfahndung nach G20-Randalierern an

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Bundesweite Razzia gegen G20-Randalierer Bild: AFP

Die Hamburger Polizei will die Öffentlichkeitsfahndung nach mutmaßlichen G20-Randalierern noch einmal ausweiten. Am Dienstagmorgen ließ eine Sonderkommission in einer bundesweiten Razzia 23 Wohnungen und linke Szenetreffs durchsuchen.

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Die Hamburger Polizei will die Öffentlichkeitsfahndung nach mutmaßlichen G20-Randalierern noch einmal ausweiten. Es seien noch für diesen Monat umfangreichere Maßnahmen als bisher in dieser Hinsicht geplant, sagte Polizeipräsident Ralf Martin Meyer am Dienstag in der Hansestadt. Seit Monaten sucht eine Sonderkommission der Polizei nach Menschen, die sich an den schweren Krawallen während des G20-Gipfels im Juli beteiligten.

Die 165 Ermittler der Soko Schwarzer Block versuchen unter anderem, Verdächtige durch eine systematische Auswertung der bei den Ausschreitungen massenhaft entstandenen Video- und Fotoaufnahmen zu identifizieren. Unter anderem riefen sie Bürger auf, ihnen Bilder von Smartphones zu schicken.

Am Dienstagmorgen ließ die Soko in einer bundesweiten Razzia 23 Wohnungen und zwei einschlägig bekannte linke Szenetreffs durchsuchen. Hintergrund der Razzia sind nach den Angaben der Hamburger Beamten Ermittlungen gegen 22 Beschuldigte wegen eines gewaltsamen Zusammenstoßes zwischen Linksautonomen und Polizisten am Morgen des 7. Julis im Stadtteil Bahrenfeld. Es geht um den Vorwurf des besonders schweren Landfriedensbruchs.

Wie die Beamten betonten, handelt es sich um Ermittlungen gegen Einzelne, die an jenem Tag zu einem sogenannten Schwarzen Block gehört haben sollen. Die Zentren in Göttingen und Stuttgart seien nur durchsucht worden, weil es sich dabei um die Wohnanschrift von Verdächtigen gehandelt habe, betonte Soko-Chef Jan Hieber in Hamburg. Die Maßnahmen richteten sich ausdrücklich nicht gegen die dort ansässigen Organisationen.

Insgesamt mündete die Arbeit der Soko laut Meyer inzwischen bereits in rund 3000 Ermittlungsverfahren. Die Razzia vom Dienstag sei eine weitere "wichtige Zwischenetappe" in deren Arbeit, sagte er. Es gehe darum, "Hintergründe und Strukturen" in der autonomen Szene rund um die G20-Krawalle offenzulegen.

Während des Gipfeltreffens der Staats- und Regierungschefs der 20 wichtigen Industrie- und Schwellenländer Anfang Juli hatte es trotz des Einsatzes von mehr als 20.000 Polizisten schwere Krawalle gegeben. Randalierer lieferten sich Straßenschlachten mit der Polizei, zündeten Autos an und plünderten Geschäfte.

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