Ukraine

Saakaschwili von Anhängern aus Polizeibus in Kiew befreit

  • In POLITIK
  • 5. Dezember 2017, 14:43 Uhr
  • AFP
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Saakaschwili nach seiner Befreiung in Kiew Bild: AFP

Nach seiner spektakulären Festnahme in der ukrainischen Hauptstadt Kiew ist Georgiens Ex-Präsident Michail Saakaschwili von Anhängern wieder befreit worden. Der 49-Jährige rief seine Anhänger danach auf, zum ukrainischen Parlament zu maschieren.

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Nach seiner spektakulären Festnahme in der ukrainischen Hauptstadt Kiew ist Georgiens Ex-Präsident Michail Saakaschwili von Anhängern wieder befreit worden. Hunderte teils gewaltbereite Anhänger des 49-Jährigen umringten einen Polizeibus, in dem Saakaschwili abtransportiert werden sollte, wie AFP-Reporter am Dienstag beobachteten. Der Ex-Präsident, der an einem Handgelenk noch Handschellen trug, rief seine Anhänger dann auf der Straße dazu auf, zum ukrainischen Parlament zu maschieren und die Amtsenthebung des ukrainischen Präsidenten Petro Poroschenko zu fordern.

"Wir sind Millionen, wir sind sehr stark", rief Saakaschwili seinen Anhängern zu. "Wir gehen zum Parlament, um die Amtsenthebung zu verlangen." Saakaschwili war nach seiner Zeit als georgischer Staatschef auf Einladung der Regierung in Kiew in die Ukraine gekommen, wo er zunächst Gouverneur der Region Odessa wurde. Es folgte dann aber ein Zerwürfnis mit Poroschenko, dem er vorwarf, zu wenig gegen die Korruption zu tun. Ihm wurde daraufhin die ukrainische Staatsbürgerschaft entzogen.

Saakaschwili war am Dienstag im Zentrum von Kiew vom Geheimdienst wegen des Vorwurfs der Unterstützung einer kriminellen Vereinigung festgenommen worden. Der 49-Jährige hatte sich zunächst seiner Festnahme widersetzte und war auf das Dach seines Hauses geklettert. 

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