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Verletztenzahl nach Zugunglück in Nordrhein-Westfalen zunächst weiter unklar

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Zugunglück in Nordrhein-Westfalen Bild: AFP

Beim Zusammenprall zweier Züge in Nordrhein-Westfalen sind am Dienstag offenbar zahlreiche Menschen verletzt worden. In Meerbusch sei ein Personenzug auf einen Güterzug geprallt, es würden etwa 50 Verletzte befürchtet, sagte ein Polizeisprecher.

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Nach dem Zusammenprall zweier Züge im nordrhein-westfälischen Meerbusch nahe Düsseldorf ist die Verletztenzahl weiter unklar. Die Bundespolizei in St. Augustin sprach nach dem Unglück am Dienstag zunächst von etwa 50 Verletzten, während die örtliche Feuerwehr fünf leicht Verletzte unter den etwa 150 Zuginsassen bestätigte. Am frühen Abend war auf der Zugstrecke in Meerbusch-Osterath ein Personenzug auf einen Güterzug geprallt.

Zahlreiche Einsatzkräfte waren vor Ort. Aus der Region eilten mehrere Feuerwehren zur Unfallstelle. Die Versorgung der Menschen im Zug genieße "hohe Priorität", erklärte die Feuerwehr Meerbusch. Eine abgerissene Oberleitung, von der Stromschlaggefahr ausging, erschwerte demnach zunächst den Zugang zum Zug. Inzwischen begann aber die Rettung der Verletzten, darunter der Lokführer, wie Fotos vom Unfallort zeigten.

Es gebe Kontakt zu den Eingeschlossenen, erklärte die Feuerwehr. Die Lage sei "den Umständen entsprechend ruhig". Die Einsatzstelle sei ausgeleuchtet, die medizinische Versorgung der Verletzten vorbereitet. Vor Ort waren zahlreiche Rettungswagen und auch ein Hubschrauber. Der Zugverkehr zwischen Düsseldorf und Krefeld wurde eingestellt.

Laut Deutscher Bahn ereignete sich das Unglück gegen 19.30 Uhr auf der Strecke zwischen Krefeld und Neuss. Demnach prallte ein Regionalexpress des Unternehmens National Express auf einen Güterzug der DB Cargo. Die Bahn und Rettungskräfte bemühten sich um "schnelle Hilfe für die Betroffenen und Klärung der Sachlage", hieß es in der Mitteilung weiter.

Der Sprecher der Bundesregierung, Steffen Seibert, erklärte, Bundeskanzlerin Angela Merkel (CDU) verfolge die Lage nach dem Unglück. "Hoffentlich kann allen Verletzten rasch geholfen werden - Dank für den Einsatz der Rettungskräfte", schrieb er im Kurzbotschaftendienst Twitter.

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