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Dutzende Menschen bei schwerem Zugunglück in Nordrhein-Westfalen verletzt

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Zugunglück in Meerbusch Bild: AFP

Bei einem schweren Zugunglück im nordrhein-westfälischen Meerbusch sind am Dienstag Dutzende Menschen verletzt worden.

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Bei einem schweren Zugunglück im nordrhein-westfälischen Meerbusch sind am Dienstag Dutzende Menschen verletzt worden. Von den etwa 150 Insassen eines Personenzugs, der auf einen Güterzug aufgefahren war, wurden nach Angaben von Feuerwehr und Bundespolizei mehr als 40 Menschen verletzt, drei von ihnen schwer. Zahlreiche Rettungskräfte waren bis in die Nacht hinein vor Ort.

Die Feuerwehr in Meerbusch sprach von 41 leicht, drei mittelschwer und drei schwer Verletzten. Eine Stunde später war in einer Mitteilung der Bundespolizeidirektion Sankt Augustin nur noch von 41 Leichtverletzten sowie von drei schweren Verletzungen die Rede, darunter ein Beinbruch. 

Die Zahlen seien mit der Feuerwehr abgestimmt, eine endgültige Bilanz werde voraussichtlich nach Einsatzende mitgeteilt, hieß es weiter. Zuvor hatte bereits Verwirrung geherrscht, weil die Bundespolizei zunächst von rund 50 und dann von fünf Verletzten gesprochen hatte.

Laut Deutscher Bahn ereignete sich das Unglück gegen 19.30 Uhr auf der Strecke zwischen Krefeld und Neuss. Demnach prallte ein Regionalexpress des Unternehmens National Express auf einen Güterzug der DB Cargo. Zunächst erschwerte eine abgerissene Oberleitung, von der Stromschlaggefahr ausging, den Zugang zum Zug. Um 21.15 Uhr konnten die Einsatzkräfte dann den Zug betreten und die Verletzten bergen, wie die Feuerwehr mitteilte.

Zahlreiche Einsatzkräfte waren vor Ort. Aus der Region eilten mehrere Feuerwehren zur Unfallstelle. Die Versorgung der Menschen im Zug genieße "hohe Priorität", erklärte die Feuerwehr Meerbusch. Der Lokführer blieb laut Bundespolizei "äußerlich unverletzt", erlitt aber einen Schock. Die Verletzten wurden in umliegende Krankenhäuser gebracht.

Die Lage sei "den Umständen entsprechend ruhig", erklärte die Feuerwehr. Vor Ort waren zahlreiche Rettungswagen und auch ein Hubschrauber. Für die Angehörigen der Verletzten wurde an einer nahegelegenen Tankstelle eine Anlaufstelle eingerichtet.

Der Zugverkehr zwischen Düsseldorf und Krefeld wurde zunächst eingestellt. Die Strecke sowie die Oberleitung seien bei dem Zusammenstoß des aus zwei Zugteilen bestehenden Personenzugs mit dem Güterzug "erheblich beschädigt worden", erklärte die Deutsche Bahn AG am späten Dienstagabend. Die Reparaturarbeiten würden nach der Bergung der Züge "schnellstmöglich beginnen". Über ihre voraussichtliche Dauer könne frühestens am Mittwoch Auskunft gegeben werden.

Nordrhein-Westfalens Ministerpräsident Armin Laschet (CDU) schrieb bei Twitter, er wünsche "allen Verletzten des Zugunglücks in Meerbusch eine baldige Genesung". Zudem dankte er "allen Feuerwehrleuten, der Bundespolizei und allen Helfern für ihren Einsatz".

Der Sprecher der Bundesregierung, Steffen Seibert, erklärte, Bundeskanzlerin Angela Merkel (CDU) verfolge die Lage nach dem Unglück. "Hoffentlich kann allen Verletzten rasch geholfen werden - Dank für den Einsatz der Rettungskräfte", schrieb er bei Twitter.

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