Korruption

Saudiarabischer Binladin-Konzern bestreitet staatliche Übernahme

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Hauptsitz der Binladin-Gruppe in Dschedda Bild: AFP

Der saudiarabische Konzern Binladin hat Berichte über seine Verstaatlichung zurückgewiesen. In einer Stellungnahme vom Samstag hieß es, der Bauriese 'bleibt ein privates Unternehmen im Besitz seiner Anteilseigner'.

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Der saudiarabische Konzern Binladin hat Berichte über seine Verstaatlichung zurückgewiesen. In einer Stellungnahme vom Samstag hieß es, der Bauriese "bleibt ein privates Unternehmen im Besitz seiner Anteilseigner". Mehrere internationale Medien hatten zuvor berichtet, die Regierung Saudi-Arabiens habe das Unternehmen nach der Festnahme ihres Vorstandsvorsitzenden vor zwei Monaten übernommen. 

"Einige Anteilseigner mögen einem Vergleich zugestimmt haben, der die Übertragung von Aktien an die Regierung von Saudi-Arabien beinhaltet", räumte Binladin ein, ohne auf den Umfang der abgegebenen Anteile einzugehen. Wegen finanzieller Probleme musste der Konzern im Jahr 2016 zehntausende Arbeiter entlassen und befindet sich derzeit im Umbau. 

Der Vorstandsvorsitzende Bakr bin Laden war vor zwei Monaten zusammen mit Dutzenden anderen hochrangigen Managern und Politikern in einer Anti-Korruptionskampagne des saudiarabischen Kronprinzen Mohammed bin Salman festgenommen worden. Er befindet sich nach wie vor in Haft. 

Die 1931 gegründete Binladin-Gruppe ist eines der einflussreichsten Unternehmen im saudiarabischen Königreich. Sie gehört der Familie des 2011 getöteten Al-Kaida-Führers Osama bin Laden. 

Bei einem Unglück im September 2015 in der Großen Moschee in Mekka war ein Baukran des Konzerns während eines Sturms umgeworfen worden, mehr als hundert Menschen starben. Ein saudiarabisches Gericht sprach das Unternehmen im Oktober aber von jeder Schuld an dem Unglück frei.

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