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Party-Drogen: Suchtgefahr und Führerscheinverlust

  • In MOTOR
  • 7. Februar 2018, 15:24 Uhr
  • Rudolf Huber
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mid Groß-Gerau - Unter dem Einfluss von Partydrogen ereignen sich immer wieder schwere Unfälle. Dekra

Feiern bis zum Exzess - und das auch noch mit illegalen Drogen: Vor allem junge Menschen sind in der Faschingszeit dafür empfänglich. Doch die Gefahren sind hoch - und vielfältig. Das geht mit dem Verlust des Führerscheins los und endet bei Sucht und irreparablen Gesundheitsschäden.


Feiern bis zum Exzess - und das auch noch mit illegalen Drogen: Vor allem junge Menschen sind in der Faschingszeit dafür empfänglich. Doch die Gefahren sind hoch - und vielfältig. Das geht mit dem Verlust des Führerscheins los und endet bei Sucht und irreparablen Gesundheitsschäden.

"Eine große Gefahr von Party-Drogen ist ihr starkes Abhängigkeitspotenzial", so Dekra-Mediziner Dr. Thomas Wagner. Die gesundheitlichen Schädigungen durch Drogen wie Amphetamin oder verwandte Stoffe wie Crystal Meth oder Ecstasy schritten schnell voran, langfristiger Konsum beeinträchtige geistige Funktionen wie Gedächtnis, Lernen und Informationsverarbeitung.

Wenn sich die Konsumenten unter der Wirkung von Drogen ans Steuer setzen, verhalten sie sich meist sorglos und ohne Gefahrenbewusstsein. "Typisch ist, dass sich Fahrer unter der Wirkung von Drogen unangreifbar fühlen und glauben, die Straße gehöre ihnen allein", berichtet Wagner. Hoch ist auch die Unfallgefahr, wenn das ganze Wochenende unter Drogen durchgefeiert und der Fahrer auf der Heimfahrt schlagartig von extremer Müdigkeit übermannt wird. Dadurch kommt es laut Dekra immer wieder zu Unfällen, die auf den ersten Blick schwer erklärbar scheinen, wie zum Beispiel das Abkommen von der Fahrbahn auf gerader Strecke.

Klar ist: Wenn der Konsum von Drogen nachgewiesen wird, ist auf jeden Fall den Führerschein weg. Dazu muss der Betreffende noch nicht einmal selbst gefahren sein. Denn in der Fahrerlaubnis-Verordnung ist festgelegt: Jeder, der harte Drogen nimmt, ist zum Führen von Kraftfahrzeugen ungeeignet. Um den Schein wieder beantragen zu können, muss eine zwölfmonatige Abstinenz nachgewiesen werden. "Das ist schwierig und ohne professionelle Unterstützung in der Regel nicht zu schaffen", so der Dekra-Experte.

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