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Trump-Anwalt bestätigt Zahlung an Pornodarstellerin

  • In LIFESTYLE
  • 14. Februar 2018, 17:30 Uhr
  • AFP
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Die US-Pornodarstellerin Stephanie Clifford soll eine Affäre mit Trump gehabt haben Bild: AFP

Pikante neue Enthüllung zur angeblichen früheren Affäre des heutigen US-Präsidenten Donald Trump mit einer Pornodarstellerin: Ein Trump-Anwalt hat bestätigt, der Frau 130.000 Dollar gezahlt zu haben. Laut US-Medienberichten soll es sich um ein Schweigegeld gehandelt haben, um die Affäre vor der Wahl geheim zu halten.

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Pikante neue Enthüllung zur angeblichen früheren Affäre des heutigen US-Präsidenten Donald Trump mit einer Pornodarstellerin: Ein Trump-Anwalt hat bestätigt, der Frau 130.000 Dollar (105.000 Euro) gezahlt zu haben. Den Grund für die Zahlung nannte er allerdings nicht. Laut US-Medienberichten soll es sich um ein Schweigegeld gehandelt haben, um die Affäre vor der Präsidentschaftswahl im November 2016 geheim zu halten.

Trumps langjähriger Anwalt Michael Cohen erklärte am Dienstag in einer Mitteilung an die Zeitung "New York Times", er habe die Summe an Stephanie Clifford aus eigener Tasche gezahlt. "Weder direkt noch indirekt" sei ihm das Geld von der Trump-Kampagne oder den Trump-Firmen zurückerstattet worden. 

Die Zahlung sei legal gewesen: "Es waren keine Wahlkampfspenden und keine Wahlkampfkosten von irgendjemandem", betonte Cohen. Er äußerte sich allerdings nicht dazu, ob Trump seinerzeit von der Zahlung wusste.

Der Anwalt reagierte mit seiner Erklärung auf eine Beschwerde der Organisation Common Cause bei der US-Wahlkommission. Die Aktivisten wittern einen Verstoß gegen das Gesetz zur Wahlkampffinanzierung. Die Zahlung an Clifford sei erfolgt, um den Ausgang der Präsidentschaftswahl zu beeinflussen, erklärte Common Cause. Dadurch sei die "Integrität der Demokratie in den Vereinigten Staaten" untergraben worden.

Den Medienberichten zufolge soll Clifford das Geld im Oktober 2016 erhalten haben, also einen Monat vor der Wahl. Die Zeitung "Wall Street Journal" hatte Mitte Januar als erste über den angeblichen Seitensprung Trumps und das angebliche Schweigegeld berichtet. 

Trump ließ den Bericht über seine Anwälte dementieren. Auch die 38-jährige Clifford, die den Branchen-Namen "Stormy Daniels" trägt, bestritt, dass zwischen ihr und Trump etwas gelaufen sei. Das Magazin "In Touch" veröffentlichte im Januar jedoch ein Interview von 2011, in dem sich Clifford ausführlich über ihre angebliche Affäre mit Trump ausließ. Das Interview war zuvor noch nicht veröffentlicht worden.

Darin sagte Clifford, sie habe den Immobilienmogul 2006 am Rande eines Golfturniers kennengelernt und dann Sex mit ihm gehabt. Trump war damals ein Jahr mit seiner jetzigen Ehefrau Melania verheiratet, sie hatte vier Monate zuvor den gemeinsamen Sohn Barron zur Welt gebracht. Clifford sagte, sie habe Trump nach der ersten Begegnung über ein Jahr hinweg weiterhin getroffen oder mit ihm telefoniert.

Der Talkmaster Jimmy Kimmel sprach Clifford Ende Januar in seiner Sendung auf die angebliche Affäre an. Diesmal wollte sie über das Thema aber nicht sprechen. Auf Kimmels Fragen lachte sie peinlich berührt oder wechselte zu anderen Themen. 

Die Berichte über die angebliche Affäre haben Trump bislang nicht sichtbar geschadet - obwohl Seitensprünge in großen Teilen der US-Gesellschaft scharf missbilligt werden. Allerdings hat Trump immer wieder bewiesen, dass traditionelle Maßstäbe von Gesellschaft und Politik nicht unbedingt auch für ihn gelten.

Auch die vielfachen Anschuldigungen, er habe Frauen gegen ihren Willen sexuell belästigt, sind an Trump bislang weitgehend abgeprallt. Mehr als ein Dutzend Frauen erheben derartige Vorwürfe gegen ihn. Kurz vor der Wahl war zudem ein Video aus dem Jahr 2005 aufgetaucht, in dem Trump damit prahlte, dank seiner Berühmtheit Frauen jederzeit zwischen die Beine fassen zu können. Dennoch gewann Trump überraschend die Wahl.

"Stormy Daniels" schlägt derweil Kapital daraus, dass sie durch die Berichte über ihre angebliche Affäre mit Trump zur nationalen Berühmtheit geworden ist. Sie befindet sich derzeit auf einer Strip-Tour durchs Land. Die Tour trägt den mäßig originellen Namen "Macht Amerika wieder geil" - eine Anspielung auf Trumps Wahlkampfslogan "Macht Amerika wieder großartig".

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