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AvD bemängelt Unsachlichkeit bei Diesel-Debatte

  • In MOTOR
  • 13. März 2018, 15:41 Uhr
  • Mirko Stepan
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mid Groß-Gerau - Was kommt wirklich hinten raus? Abgasmessung bei einem Diesel-Pkw durch einen GTÜ-Prüfingenieur. GTÜ

Dieselfahrverbote wegen zu hoher Schadstoff- und Gesundheitsbelastungen sind derzeit in aller Munde, doch wie gefährlich ist der Diesel wirklich? Der Automobilclub von Deutschland (AvD) fordert mehr Sachlichkeit in der Diskussion.


Dieselfahrverbote wegen zu hoher Schadstoff- und Gesundheitsbelastungen sind derzeit in aller Munde, doch wie gefährlich ist der Diesel wirklich? Der Automobilclub von Deutschland (AvD) fordert mehr Sachlichkeit in der Diskussion.

Laut AvD müssten Zahlen über vorzeitige Todesfälle wegen Herzkreislauferkrankungen aufgrund von Stickoxiden und Feinstaub relativiert werden. Grundlage seien statistische Hochrechnungen, die einzelne Stoffe und Stoffgruppen, wie Stickoxide, nicht getrennt ausweisen würden. Daher könne ein bestimmter Schadstoff nicht für eine bestimmte Krankheit oder Gesundheitsbeeinträchtigung verantwortlich gemacht werden, so der Autoclub. Das müssten Städte und Gemeinden berücksichtigen, wenn es im Zuge von möglichen Fahrverboten um die vom Bundesverwaltungsgericht (BVerwG) geforderte Abwägung ginge. Das Gericht hatte bezogen auf den Luftreinhaltungsplan für Düsseldorf klargestellt, dass Fahrverbote nur dann in Betracht kommen, wenn sie die einzig geeignete Maßnahme zur schnellstmöglichen Einhaltung überschrittener NO2-Grenzwerte sind.

"Seit Jahren sinkende Belastungswerte" sprechen aus Sicht des AvD nicht dafür, Innenstädte zu sperren. Der AvD fordert intelligente Verkehrskonzepte, wie beispielsweise elektrifizierte Transportsysteme und ein besser ausgebauter Personennahverkehr.

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