Frankreich

Staatsanwaltschaft fordert lebenslange Haft im Terror-Prozess gegen "Carlos"

img
"Carlos" Anfang der 70er Jahre, 2001 und 2013. Bild: AFP

Im Berufungsprozess gegen die 'Terrorlegende' Ilich Ramírez Sánchez alias 'Carlos' hat die Staatsanwaltschaft lebenslange Haft für den Angeklagten gefordert. Es geht um Carlos' Beteiligung an einem tödlichen Anschlag auf ein Kaufhaus in Paris 1974.

Im Berufungsprozess gegen die in Frankreich inhaftierte "Terrorlegende" Ilich Ramírez Sánchez alias "Carlos" hat die Staatsanwaltschaft am Mittwoch lebenslange Haft für den Angeklagten beantragt. In dem Verfahren geht es um die Beteiligung des heute 68-Jährigen an einem tödlichen Anschlag auf ein Kaufhaus in Paris im Jahr 1974. Ein Pariser Gericht hatte den selbsternannten Berufsrevolutionär Carlos dafür im März 2017 zu einer lebenslänglichen Haftstrafe verurteilt.

Bei dem Anschlag waren zwei Menschen getötet und 34 weitere verletzt worden. Der seinerzeit international gesuchte Venezolaner sitzt seit 1994 in Frankreich in Haft. Insgesamt wurde er bereits dreimal zu Höchststrafen verurteilt: Neben der Strafe für den Pariser Kaufhausanschlag auch für drei Morde im Jahr 1975 und für vier Sprengstoffattentate mit insgesamt elf Todesopfern in den Jahren 1982 und 1983.

STARTSEITE

Artikel kommentieren

Bitte beachten Sie vor Ihrer Eingabe unbedingt unseren Datenschutzhinweis.