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Index für Konjunkturerwartung rutscht erstmals seit zwei Jahren ins Minus

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Baustelle in München Bild: AFP

Der andauernde Handelsstreit mit den USA und der Syrienkonflikt haben die Konjunkturerwartungen für Deutschland einbrechen lassen. Der ZEW-Index für April rutschte erstmals seit fast zwei Jahren ins Minus.

Der andauernde Handelsstreit mit den USA und der Syrienkonflikt haben die Konjunkturerwartungen für Deutschland einbrechen lassen. Der Index des Mannheimer Zentrums für Europäische Wirtschaftsforschung (ZEW) für April rutschte erstmals seit fast zwei Jahren ins Minus - auf minus 8,2 Punkte, wie das Institut am Dienstag mitteilte. Das war ein Rückgang von 13,3 Punkten gegenüber März. Vom langfristigen Mittelwert von 23,5 Punkten ist der Index damit weit entfernt.

Der Rückgang der Erwartungen sei vor allem auf den internationalen Handelskonflikt mit den Vereinigten Staaten sowie die aktuelle Situation im Syrienkrieg zurückzuführen, erläuterte ZEW-Präsident Achim Wambach. Zusätzlich wirkten sich die Rückgänge bei "Produktion, Exporten und Einzelhandelsumsätzen" in Deutschland im ersten Quartal negativ auf die erwartete Konjunkturentwicklung aus.

Stark zurückgegangen sind auch die ZEW-Erwartungen für die Eurozone, nämlich um 11,5 Punkte auf nur noch 1,9 Punkte. Auch die Einschätzung der aktuellen konjunkturellen Lage für Deutschland sank um 2,8 Punkte auf einen Wert von 87,9 Punkten.

Der ZEW-Konjunkturindex war damit im April so niedrig wie seit Herbst 2012 nicht mehr. Zuletzt war der Index im Juli 2016 ins Minus gerutscht - damals hatten die Briten im Monat zuvor per Referendum für einen EU-Austritt gestimmt. Derzeit verunsichert vor allem die protektionistische US-Handelspolitik die Märkte.

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