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Erneut kleines Mädchen in Indien Opfer von Vergewaltigung

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Proteste gegen Gewalt an Frauen in Indien Bild: AFP

In Indien ist ein erneut ein kleines Mädchen vergewaltigt und ermordet worden. Die Leiche der Siebenjährigen wurde nach Angaben der Polizei am Dienstag auf einer Baustelle im Bundesstaat Uttar Pradesh entdeckt.

Erneut ist in Indien ein kleines Mädchen Opfer einer Vergewaltigung geworden. Die Leiche der Siebenjährigen wurde nach Angaben der Polizei am Dienstag auf einer Baustelle im Bundesstaat Uttar Pradesh entdeckt - wenige Stunden, nachdem sie von einer Hochzeit verschwunden war. Im benachbarten Pakistan gab es unterdessen wütende Proteste wegen der Vergewaltigung und Ermordung einer Sechsjährigen. Mindestens ein Demonstrant wurde getötet. 

Nach dem Fund des siebenjährigen Opfers in Indien wurde nach Polizeiangaben ein Nachbar festgenommen. Er werde verdächtigt, das Mädchen auf die Baustelle gelockt, vergewaltigt und getötet zu haben. Laut Polizei hatte der Nachbar zuvor Zelte bei der Hochzeit aufgestellt. Er versuchte zu fliehen, konnte aber wenig später festgenommen werden, wie der örtliche Polizeichef Akhilesh Chaurasia der Nachrichtenagentur AFP sagte. Zwar fehle noch der Autopsiebericht, allerdings deute alles darauf hin, dass die Siebenjährige erwürgt wurde.

Vergangene Woche war es in Indien zu den größten Protesten seit Jahren gekommen, nachdem Details über die Gruppen-Vergewaltigung und Ermordung einer achtjährigen Muslimin bekannt geworden waren. Das Mädchen war im Januar im Bundesstaat Jammu und Kaschmir entführt, unter Drogen gesetzt und fünf Tage lang von mehreren Männern vergewaltigt worden, unter anderem in einem Hindu-Tempel. Sie wurde schließlich mit einem Stein erschlagen.

Zu den Verdächtigen zählen vier Polizisten und ein Tempelwächter. Die hinduistischen Männer sollen das Verbrechen begangen haben, um als Nomaden lebende Muslime aus einem von Hindus dominierten Gebiet im Süden von Jammu zu vertreiben. 

Bei ihrem Prozess am Montag plädierten die Angeklagten auf nicht schuldig. Zwei Minister von Jammu und Kaschmir, die an einer Kundgebung zur Verteidigung der mutmaßlichen Täter teilnahmen und der Partei von Indiens Regierungschef Narendra Modi angehören, mussten zurücktreten.

Für Empörung hatte vergangene Woche darüber hinaus die Vergewaltigung einer Jugendlichen durch einen Abgeordneten der Regierungspartei BJP im Bundesstaat Uttar Pradesh gesorgt. Jährlich werden in Indien 40.000 Fälle von Angriffen auf Frauen angezeigt.

In Pakistan wurde am Montag die Leiche eines vergewaltigten sechsjährigen Mädchens entdeckt. Am Dienstag ging eine wütende Menschenmenge in Orangi Town, einem Vorort von Karachi, auf die Straße. Die Demonstranten blockierten eine Straße und warfen mit Steinen auf Polizisten. Polizisten schossen in die Luft und gingen mit Schlagstöcken gegen die Demonstranten vor. 

Nach Angaben von Bezirkspolizeichef Aamir Faroqi wurde ein Mann durch einen Schuss getötet. Es werde untersucht, von wem der Schuss ausging. Zwei weitere Demonstranten erlitten Schusswunden. Laut Polizei wurden zudem zehn bis 15 Beamte bei den Zusammenstößen verletzt.  

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