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Tarifverhandlungen für Bauarbeiter gescheitert

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Arbeiter auf Brückenbaustelle Bild: AFP

Die dritte Tarifrunde für die rund 800.000 Beschäftigten am Bau ist abgebrochen worden. Wie die Industriegewerkschaft Bauen-Agrar-Umwelt (IG BAU) mitteilte, konnte sie sich nicht mit den Arbeitgebern auf eine konkrete Lohnerhöhung einigen.

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Die dritte Tarifrunde für die rund 800.000 Beschäftigten am Bau ist ohne Ergebnis abgebrochen worden. Die Industriegewerkschaft Bauen-Agrar-Umwelt (IG BAU) teilte am Dienstag mit, sie habe sich mit den Arbeitgebern nicht auf eine konkrete Lohnerhöhung einigen können. Sie will nun das Scheitern der Tarifverhandlungen erklären und den früheren Arbeitsminister Wolfgang Clement als Schlichter anrufen. Sollte dieser binnen 14 Tagen keinen Kompromiss erreichen, drohen Streiks.

"Wir brauchen eine kräftige prozentuale Erhöhung", erklärte der IG-BAU-Verhandlungsführer Dietmar Schäfers. "Dazu sind die Arbeitgeber aber trotz hervorragender Baukonjunktur nicht bereit gewesen."

Die IG BAU fordert sechs Prozent mehr Lohn. Die Arbeitgeber hatten in der zweiten Tarifrunde zwar sechs Prozent geboten - allerdings gestreckt über zwei Jahre. Die Gewerkschaft wollte den Arbeitgebern zufolge bei den Verhandlungen hinter geschlossenen Türen eine Laufzeit des Tarifvertrags von 14 Monaten und mindestens vier Prozent. Das sei aber nicht akzeptabel.

"Unsere Unternehmen brauchen Planungssicherheit", erklärte Arbeitgeber-Verhandlungsführer Frank Dupré. "Dem kommt ein langfristiger Tarifvertrag entgegen". Dupré betonte, die Arbeitgeber seien weiterhin verhandlungsbereit. 

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