Flüchtlinge

Save the Children fordert kindgerechte Flüchtlingsunterkünfte in Deutschland

  • In POLITIK
  • 15. Mai 2018, 15:00 Uhr
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Geflüchtete Kinder in Deutschland Bild: AFP

Save the Children hat kindgerechte Unterkünfte für geflüchtete Minderjährige in Deutschland gefordert. Kinder seien 'besonders schutzbedürftig', vielerorts seien die Bedingungen für sie aber 'nicht kindgerecht', erklärte die Organisation.

Die Kinderrechtsorganisation Save the Children hat kindgerechte Unterkünfte für geflüchtete Minderjährige in Deutschland gefordert. Kinder seien in allen Phasen der Flucht und auch nach der Ankunft in Deutschland "besonders schutzbedürftig", vielerorts seien die Bedingungen für sie aber "nicht kindgerecht", erklärte die Organisation am Dienstag anlässlich der Vorstellung ihrer Studie zur Situation in Flüchtlingsunterkünften. Nötig seien einheitliche Qualitätsstandards und Kontrollen in Sammelunterkünften.

Sammelunterkünfte seien an sich "keine geeignete Bleibe für Kinder und Jugendliche", erklärte die Geschäftsführerin von Save the Children, Susanna Krüger. Wenn sie in solchen Unterkünften leben müssten, müssten diese aber "nach einheitlichen, kindgerechten Standards eingerichtet und regelmäßigen Qualitätskontrollen unterzogen werden". Außerdem müssten die Kinder so schnell wie möglich Schulen und Kitas besuchen, oft allerdings vergingen nach der Ankunft Monate. Ebenso wichtig sei eine gute medizinische Versorgung.

Save the Children befragte für die Studie mit dem Titel "Zukunft! Von Ankunft an" gemeinsam mit dem Sinus-Institut Kinder und Jugendliche sowie Betreuer in Unterkünften in Nordrhein-Westfalen, Brandenburg und Sachsen-Anhalt. Viele beklagten demnach fehlende Lernmöglichkeiten und altersgerechte Angebote, besonders Jugendliche langweilten sich oft. Save the Children forderte darüber hinaus abschließbare Wohn- und Sanitärbereiche und Schutzräume für Kinder und Jugendliche.

Wichtig sei auch, geflüchteten Minderjährigen Freizeitangebote zu ermöglichen. Jungen und Mädchen, die in Vereinen aktiv seien, lernten schneller Deutsch und fänden in der Schule rascher Anschluss, erklärte die Kinderrechtsorganisation.

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