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Steinmeier besucht die USA - nicht aber Trump

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Kein Treffen geplant: Trump und Steinmeier Bild: AFP

Bundespräsident Steinmeier wird im kommenden Monat zum ersten Mal seit Amtsantritt in die USA reisen. Ein Besuch bei Präsident Trump in Washington ist dabei nicht vorgesehen. Steinmeier fährt nur nach Kalifornien.

Bundespräsident Frank-Walter Steinmeier wird im kommenden Monat zum ersten Mal seit Amtsantritt in die USA reisen. Ein Besuch bei Präsident Donald Trump in Washington ist dabei nicht vorgesehen, wie das Bundespräsidialamt am Mittwoch in Berlin mitteilte. Steinmeiers Reise beschränkt sich auf die Westküstenmetroplen Los Angeles und San Francisco, wo er mit Kulturschaffenden, Unternehmern, Wissenschaftlern und Politikern zusammenkommen will.

Dass ein Bundespräsident bei einem Besuch im Ausland nicht auch dem dortigen Staatsoberhaupt die Aufwartung macht, ist eher ungewöhnlich. Eine Visite bei Präsident Trump sei aber von Anfang an nicht geplant gewesen, hieß es im Bundespräsidialamt. Konkreter Anlass des Besuchs vom 17. bis 21. Juni sei die Einweihung des Thomas-Mann-Hauses in Los Angeles.

Die Bundesregierung hatte das Anwesen im Stadtteil Pacific Palisades, in dem der Schriftsteller seine Exiljahre verbrachte, vor zwei Jahren erworben. Damit verhinderte sie den geplanten Abriss des Hauses. Das Thomas-Mann-Haus soll nun zum Ort eines erneuerten transatlantischen Dialogs werden. Steinmeier will dort eine Konferenz mit einer Rede eröffnen.

In San Francisco und im Silicon Valley will der Bundespräsident dann Expertengespräche zum Thema Digitalisierung führen. Geplant sind zudem Treffen mit Kaliforniens Gouverneur Jerry Brown, der ein scharfer Kritiker Trumps ist, sowie mit der früheren Außenministerin Condoleezza Rice und dem Microsoft-Mitbegründer Bill Gates.

In seinem früheren Amt als Bundesaußenminister hatte sich Steinmeier wiederholt sehr kritisch über Trump geäußert. Im Sommer 2016 während des US-Wahlkampfs etwa bezeichnete er Trump als "Hassprediger". Als Bundespräsident zeigte sich Steinmeier wiederholt besorgt über die Spannungen im transatlantischen Verhältnis unter dem derzeitigen US-Präsidenten.

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