Verbraucher

Bundesgerichtshof findet Bier nicht "bekömmlich"

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Unterlegener Brauer Gottfried Härle vor dem Bundesgerichtshof Bild: AFP

Brauereien dürfen für ihre Biere mit einer Vielzahl von Eigenschaften werben, nicht aber mit dem Begriff 'bekömmlich'. Die 'gesundheitsbezogene Angabe' sei bei Getränken mit einem Alkoholgehalt von mehr als 1,2 Prozent unzulässig, entschied der BGH.

Brauereien dürfen für ihre Biere mit einer Vielzahl von Eigenschaften wie etwa "süffig", "herzhaft" oder "würzig" werben - nicht aber mit dem Begriff "bekömmlich". Dies sei eine "gesundheitsbezogene Angabe", die bei Getränken mit einem Alkoholgehalt von mehr als 1,2 Prozent laut einer EU-Lebensmittelverordnung unzulässig sei, entschied der Bundesgerichtshof (BGH) in einem am Donnerstag verkündeten Urteil.

Damit scheiterte die Allgäuer Härle-Brauerei auch in letzter Instanz. Sie warb seit den 30er Jahren für ihre Biere mit dem Werbeslogan "Wohl bekomm's" und bezeichnete in ihrem Internetauftritt drei Biersorten mit einem Alkoholgehalt von 2,9 bis 5,1 Volumenprozent Alkohol als "bekömmlich".

Die Vorinstanz nahm an, die Angabe "bekömmlich" werde von den meisten Verbrauchern im Sinne von "gesund", "gut zuträglich" und "leicht verdaulich" verstanden und weise damit einen Gesundheitsbezug auf. Dies sah der BGH nun auch so.

"Eine gesundheitsbezogene Angabe liegt vor, wenn mit der Angabe eine Verbesserung des Gesundheitszustands dank des Verzehrs eines Lebensmittels versprochen wird", heißt es im Urteil. Zudem lasse sich der Werbung nicht entnehmen, dass mit dem Begriff "bekömmlich" nur der Geschmack des Biers beschrieben werden solle.

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