Alternativer Antrieb

Herstellung von Wasserstofftanks

  • Lars Wallerang
  • In MOTOR
  • 24. Mai 2018, 14:22 Uhr

Alternative Antriebe setzen sich immer mehr durch. Auch die Brennstoffzelle nimmt langsam Fahrt auf. Jetzt steht Toyota vor der Großserienproduktion von Brennstoffzellen und Wasserstofftanks.


Alternative Antriebe setzen sich immer mehr durch. Auch die Brennstoffzelle nimmt langsam Fahrt auf. Jetzt steht Toyota vor der Großserienproduktion von Brennstoffzellen und Wasserstofftanks. Ab 2020 soll die Herstellung so richtig in Schwung kommen.

Im kommenden Jahrzehnt werde sich die Nachfrage nach den alternativ angetriebenen Fahrzeugen auf bis zu 30.000 Einheiten pro Jahr verzehnfachen, vermutet Toyota. Der japanische Autobauer ist im Bereich Brennstoffzelle schon seit vielen Jahren aktiv und bleibt allen Unkenrufen zum Trotz beharrlich am Ball.

Unweit der bisherigen Fertigungsstätte im Werk Honsha in Toyota City entsteht für die Brennstoffzellen-Technik ein neues, achtstöckiges Hightech-Gebäude. Das rund 70.000 Quadratmeter große Areal befindet sich nahe der ersten Automobilfabrik des Unternehmens von 1938 und wird jene Komponenten fertigen, die Wasserstoff in elektrische Energie verwandeln.

Anlaufen soll die Produktion der Wasserstofftanks künftig auf einer eigenen Fertigungslinie im Werk Shimoyama in Miyoshi City in der Präfektur Aichi. Bislang wurden die Toyota-Tanks, die aus extra dicker Karbonfaser bestehen und selbst stärkeren Stößen widerstehen, in weitaus kleinerer Auflage im Honsha-Werk montiert.

In Einklang mit der Toyota Environmental Challenge 2050 sollen die neuen Anlagen zur CO2-Reduktion in der Produktion beitragen. Die Konstruktion der neuen Wasserstofftank-Fertigungslinie beginnt jetzt, im Brennstoffzellen-Werk steht der Innenausbau an.

Toyota gilt als Pionier in der Brennstoffzellentechnologie. Mit dem Modell Mirai offerierten die Japaner die erste Brennstoffzellen-Limousine der Welt. Ihr Absatz hat sich seit Markteinführung sukzessive gesteigert: von weltweit 700 Einheiten im Jahr 2015 auf rund 3.000 Fahrzeuge 2017.

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