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Frankreich will 35 Milliarden Euro Bahn-Schulden übernehmen

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Frankreich will Milliardenschulden der Bahn übernehmen Bild: AFP

Frankreich will Schulden der staatlichen Bahngesellschaft SNCF in Höhe von 35 Milliarden Euro übernehmen. Das kündigte Regierungschef Edouard Philippe am Freitag nach einem Treffen mit Gewerkschaftsvertretern in Paris an.

Der französische Staat will Schulden der Bahngesellschaft SNCF in Höhe von 35 Milliarden Euro übernehmen. Das kündigte Regierungschef Edouard Philippe am Freitag nach einem Treffen mit Gewerkschaftsvertretern in Paris an.

Philippe sagte, der Staat werde 25 Milliarden Euro im Jahr 2020 übernehmen und weitere zehn Milliarden 2022. Er sprach von "einem beispiellosen Engagement der Nation und des Steuerzahlers für die SNCF". Die Schulden der staatlichen Bahngesellschaft beliefen sich zuletzt auf insgesamt rund 55 Milliarden Euro, davon alleine 47 Milliarden Euro bei der Netzsparte SNCF Réseau.

Mehrere Gewerkschaften kündigten nach dem Treffen mit dem Premierminister an, die Streiks gegen die geplante Bahnreform von Präsident Emmanuel Macron fortzusetzen. Die Arbeitnehmervertreter fürchten eine schrittweise Privatisierung der SNCF, wenn der Personenverkehr ab 2020 für den Wettbewerb geöffnet wird.

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