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Spaniens Kulturminister tritt wegen Vorwürfen des Steuerbetrugs zurück

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Spaniens Kulturminister Màxim Huerta tritt zurück Bild: AFP

Eine Woche nach seiner Vereidigung ist Spaniens neuer Kulturminister Màxim Huerta wegen Vorwürfen des Steuerbetrugs zurückgetreten. 'Ich habe diese Strafe zweimal bezahlt. Einmal beim Finanzamt... und jetzt noch einmal', sagte er am Mittwoch.

Eine Woche nach seiner Vereidigung ist Spaniens neuer Kulturminister Màxim Huerta wegen Vorwürfen des Steuerbetrugs zurückgetreten. "Ich habe diese Strafe zweimal bezahlt. Einmal beim Finanzamt... und jetzt noch einmal", sagte er am Mittwoch bei einer Pressekonferenz in Madrid. Er beteuerte, dass er nichts falsch gemacht habe und dass sein Rücktritt seine eigene Entscheidung gewesen sei.

Das spanische Online-Magazin "El Confidencial" hatte zuvor enthüllt, Huerta habe zwischen 2006 und 2008 fast 220.000 Euro an Steuern hinterzogen. Dafür musste er demnach im vergangenen Jahr eine Geldbuße von 360.000 Euro zahlen.

In der vergangenen Woche hatte Huerta, der ebenfalls Sportminister war, bereits mit einer Äußerung für Aufsehen gesorgt. Nach seiner Nominierung war eine Mitteilung Huertas im Kurzbotschaftendienst Twitter vom April 2010 aufgetaucht, wonach er Sport hasse. "Ich mag es nicht, Sport zu treiben, aber ich liebe Sport", bemühte sich der preisgekrönte Autor daraufhin um Schadensbegrenzung.

Spanischen Medien zufolge war seit 1977 kein Minister kürzer im Amt als Huerta. In der neuen Regierung war er einer von wenigen Männern: Der sozialistische Regierungschef Pedro Sánchez hatte sein Kabinett mit elf Ministerinnen und sechs Ministern besetzt.

Der Posten des Ministers für Kultur und Sport soll erneut mit einem Mann besetzt werden - die Regierung erklärte, Huerta werde von José Guirao ersetzt, dem früheren Direktor des Reina-Sofia-Museums in Madrid.

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