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Nord- und Südkorea wollen Familienzusammenführungen wieder aufnehmen

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Nord- und Südkorea wollen getrennte Familien wieder zusammenführen Bild: AFP

Nord- und Südkorea wollen die Familienzusammenführungen wieder aufnehmen. Hundert Menschen, die während des Korea-Kriegs getrennt wurden, sollen sich Ende August begegnen können, heißt es in einer gemeinsamen Erklärung von Pjöngjang und Seoul.

Nach einer dreijährigen Unterbrechung wollen Nord- und Südkorea die Familienzusammenführungen wieder aufnehmen. 100 Menschen, die während des Korea-Kriegs von ihren Familien getrennt wurden, sollen sich Ende August begegnen können, heißt es in einer gemeinsamen Erklärung von Pjöngjang und Seoul, die das südkoreanische Wiedervereinigungsministerium am Freitag veröffentlichte. Die Teilnehmer der Begegnung auf dem malerischen Kumgang-Berg in Nordkorea werden demnach vorab von den beiden Staaten ausgewählt.

Kommende Woche sollen Vertreter des Südens den Ort des Treffens inspizieren, heißt es in der Erklärung. Die endgültigen Listen der Teilnehmer würden dann bis Anfang August ausgetauscht. Nordkoreas Machthaber Kim Jong Un und Südkoreas Präsident Moon Jae In hatten sich bei ihrem Gipfeltreffen im April auf die Wiederaufnahme der Familienbegegnungen geeinigt. Am Freitag beschlossen Delegierte der beiden Staaten bei weiteren Gesprächen den Termin.

Während des Korea-Kriegs von 1950 bis 1953 waren Millionen Menschen von ihren Angehörigen getrennt worden. Nach Angaben des südkoreanischen Roten Kreuzes leben von ihnen heute noch rund 57.000, der Großteil ist schon um die 80 oder 90 Jahre alt. Die Begegnungen hatten im Jahr 2000 begonnen und sollten ursprünglich jährlich stattfinden. Bis zur Unterbrechung 2015 wurden die Treffen aber immer seltener.

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