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Opec-Länder einigen sich auf höhere Ölproduktion

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Ölförderung in Libyen Bild: AFP

Die Mitgliedstaaten der Opec haben sich nach Angaben Saudi-Arabiens darauf verständigt, künftig wieder mehr Öl zu fördern. Die Fördermenge wird demnach um 'rund' eine Million Barrel (159 Liter) pro Tag ausgeweitet.

Nach kontroversen Debatten hat sich die Opec auf eine Erhöhung der Ölproduktion verständigt. Die Mitgliedstaaten der Organisation erdölexportierender Länder einigten sich am Freitag in Wien auf eine Erhöhung der Fördermenge um "rund" eine Million Barrel pro Tag, wie der saudiarabische Energieminister Chaled al-Faleh sagte. Damit wurde ein Kompromiss zwischen den beiden Konkurrenten Saudi-Arabien und Iran erreicht.

Mit der Ausweitung der Fördermenge ab Anfang Juli solle die gestiegene Nachfrage gestillt werden, sagte al-Faleh. Er sei "erfreut", dass es eine Einigung gegeben habe.

Die Opec hatte im November 2016 zusammen mit ihren Partnerländern eine Drosselung der Produktion beschlossen, um den damaligen Verfall der Rohölpreise zu stoppen. Auch Nicht-Mitgliedsländer schlossen sich wenig später an, um den Ölpreis zu stabilisieren. 

Seitdem ist der Ölpreis allerdings wieder deutlich gestiegen und lag zuletzt bei mehr als 70 Dollar pro Barrel (159 Liter.) Anfang 2016 hatte der Preis noch bei unter 30 Dollar gelegen.

Vor allem Saudi-Arabien hatte zuletzt darauf gedrängt, wegen der erhöhten Nachfrage die Ölproduktion wieder auszuweiten, auch Russland war dafür. Der Iran hatte sich im Vorfeld des zweitägigen Opec-Treffens am Freitag und Samstag in Wien hingegen gegen eine Erhöhung der Ölproduktion ausgesprochen.

Der nun erzielte Kompromiss, der am Samstag noch von den Nicht-Opec-Ländern bestätigt werden muss, erlaubt beiden Seiten eine Gesichtswahrung: Das Abkommen von 2016, das noch bis Ende 2018 gilt, sieht nämlich eine Reduzierung um 1,8 Millionen Barrel pro Tag vor. Zuletzt hatten einige Förderländer diese Quote aber überschritten - mit dem Effekt, dass die tatsächliche tägliche Kürzung nach Angaben der Opec bei rund 2,8 Millionen Barrel lag. 

Mit der Einigung auf eine Erhöhung der Produktion um eine Millionen Barrel bekennen sich die Länder also lediglich zu bereits getroffenen Verpflichtungen. "Ich habe einer einhundertprozentigen Erfüllung zugestimmt, nicht mehr", sagte Irans Ölminister Bidschan Namdar Sanganeh. "Das haben wir akzeptiert - mehr nicht."

Bei seiner Ankunft in Wien am Dienstag hatte Sanganeh gesagt, Schuld am hohen Ölpreis habe allein US-Präsident Donald Trump. Er sei mit seinen Sanktionen gegen den Iran und Venezuela verantwortlich für die Probleme auf den Märkten.

Trump selbst schrieb am Freitag im Kurbotschaftendienst Twitter, er hoffe, dass die Opec die Förderung "erheblich" erhöhe. "Müssen die Preise unten halten", schrieb der Präsident.

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