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Harley-Davidson will Produktion teilweise ins Ausland verlagern

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Die Motorräder von Harley-Davidson haben auch in Europa Kultstatus Bild: AFP

Als Konsequenz aus den EU-Strafzöllen will der legendäre US-Motorradhersteller Harley-Davidson einen Teil seiner Produktion in andere Länder verlagern. Dies sei 'die einzige tragfähige Option', um weiter ein überlebensfähiges Geschäft in Europa zu betreiben, erklärte die Firma.

Als Konsequenz aus den EU-Strafzöllen will der legendäre US-Motorradhersteller Harley-Davidson einen Teil seiner Produktion in andere Länder verlagern. Dies sei "die einzige tragfähige Option", um weiter ein überlebensfähiges Geschäft in Europa zu betreiben, erklärte die Firma am Montag.

An welche Standorte die Produktion verlagert werden soll, teilte Harley-Davidson zunächst noch nicht mit. Die Auslagerung soll neun bis 18 Monate dauern.

Die EU hatte am vergangenen Freitag als Antwort auf die von US-Präsident Donald Trump verhängten Strafzölle auf Aluminium und Stahl Gegenzölle auf eine Vielzahl von US-Produkten verhängt, darunter neben den Kult-Motorrädern von Harley-Davidson etwa auch Erdnussbutter, Jeans und Whiskey.

Viele der betroffenen Produkte stammen aus Regionen, in denen Trump eine starke Anhängerschaft hat. Harley-Davidson hat seinen Sitz im Mittelweststaat Wisconsin, wo Trump bei der Wahl 2016 überraschend gegen die Demokratin Hillary Clinton gewonnen hatte. Wisconsin ist auch der Heimatstaat des Anführers der Republikaner im Repräsentantenhaus, Paul Ryan.

Durch die neuen Aufschläge steigt der Zollsatz auf die Einfuhr von Harley-Davidson-Motorrädern in die EU auf 31 Prozent. Die Motorräder würden damit nach Angaben des Unternehmens um etwa 2200 Dollar (1880 Euro) teurer, sollten sie aus den USA geliefert werden. Europa ist für die Firma der zweitgrößte Markt nach den Vereinigten Staaten. 

Um bis zur partiellen Verlagerung der Produktion deutliche Preisanstiege für die Kunden in der EU zu vermeiden, will Harley-Davidson die Zollaufschläge selber kompensieren und nicht auf die Verbraucher abwälzen. Dadurch entstehen dem Unternehmen nach eigenen Angaben zusätzliche Kosten in Höhe von 30 bis 45 Millionen Dollar für den Rest des laufenden Jahres und 90 bis 100 Millionen Dollar auf das ganze Jahr gerechnet.

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