Fahrbericht

Neuer SsangYong Musso: Pick-up mit Charakter

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mid Florenz - Mit dem Musso präsentiert SsangYong den Nachfolger des Actyon Sports. Der Pick-up überzeugt durch sein frisches Design und ausgewogene Fahreigenschaften. SsangYong / Guido Strauss

Dass ein Pick-up kein reines Arbeitstier sein muss, stellt jetzt auch SsangYong unter Beweis. Mit dem Musso, dem Nachfolger des Actyon Sports, präsentieren die Südkoreaner ein echtes Lifestyle-Auto, das auch auf dem Boulevard eine richtig gute Figur macht.


Dass ein Pick-up kein reines Arbeitstier sein muss, stellt jetzt auch SsangYong unter Beweis. Mit dem Musso, dem Nachfolger des Actyon Sports, präsentieren die Südkoreaner ein echtes Lifestyle-Auto, das auch auf dem Boulevard eine richtig gute Figur macht.

Die Zeiten grenzwertiger Designs sind bei SsangYong Geschichte. SUV-Modelle wie der Tivoli oder der Korando fahren mit einem sehr gefälligen, modernen Blechkleid vor, und spätestens seit die Koreaner Ende 2017 den neuen Rexton nach Europa gebracht haben, ist klar: im Hause SsangYong hat sich einiges getan, um mit der Konkurrenz - auch optisch - mithalten zu können.

Auf dem Rexton basiert auch der neue Musso. Die beiden teilen sich nicht nur den Leiterrahmen, sondern auch die komplette Frontpartie ist nahezu identisch: Haube, Kühlergrill bis auf die Chromspange, die beim Musso waagerecht verläuft, Scheinwerfer - an diesen Details ist die Verwandtschaft ganz klar zu erkennen. Und wer im Musso Platz nimmt, merkt sofort, dass SsangYong mit dem neuen Pick-up ganz klar auf Kunden zielt, die Nutzlast und Alltagstauglichkeit verbinden möchten.

Entsprechend SUV-mäßig fährt sich der Neue auch. Bei der ersten Testfahrt durch die Toskana und die Emilia-Romagna erweist sich der 5.095 Millimeter lange, 1.950 breite und 1.840 Millimeter hohe Pick-up als absolut langstrecken- und reisetauglich. Auf der Straße zeigt sich der neue Musso als sehr agiles Fahrzeug, der 2,2-Liter-Turbodiesel mit 133 kW/181 PS und 400 Newtonmeter Drehmoment ist durchzugsstark und lässt auch auf engen italienischen Landstraßen eine flotte Fahrweise zu. Das Fahrwerk ist komfortabel ausgelegt, schluckt Bodenunebenheiten weg, ohne die Karosserie dabei zu stark ins Wanken zu bringen. Nur die Lenkung könnte etwas direkter sein. Sehr gut: die straff gepolsterten Sitze, die guten Seitenhalt bieten.

Das Interieur stammt weitestgehend vom Rexton, in der höchsten Ausstattung "Sapphire", die neben der Basis "Crystal" und der mittleren Ausstattung "Quartz" im Angebot ist, finden sich alle Annehmlichkeiten, die ein modernes Auto ausmachen. Ob 9,2 Zoll großer Bildschirm für das Multimedia-System inklusive Apple Carplay und Android Auto für die Smartphone-Anbindung, USB-Ports, Bluetooth-Freisprecheinrichtung, Navi, Komfortsitze mit Sitzheizung und -kühlung, Zwei-Zonen-Klimaautomatik und zahlreiche weitere Features - die Ausstattungsliste ist lang und lässt kaum Wünsche offen. Dazu kommt eine ordentliche Verarbeitung der gut zusammengestellten Materialien. Eine 360-Grad-Kamera sowie Querverkehrswarner und Totwinkelassistent kostet 2.000 Euro extra, empfiehlt sich aber für alle, die den Musso nicht als reinen Lastesel nutzen. 850 Kilo Nutzlasst verträgt die 1,30 Meter lange Ladefläche, 1.011 Liter beträgt die Ladekapazität. Wer 400 Euro extra für das Sperrdifferential ausgibt, kann bis zu drei Tonnen anhängen. Ab der mittleren Ausstattung ist der zuschaltbare Allradantrieb mit Geländeuntersetzung Serie, so dass der Musso auch abseits befestigter Straßen problemlos vorankommt. Gegen Aufpreis ist ein Sechs-Stufen-Automatikgetriebe erhältlich, eigentlich ein Muss in dieser Fahrzeugklasse.

Mit dem Musso hat SsangYong einen wirklich ansehnlichen und komfortablen Pick-up auf die Räder gestellt, der das Zeug hat, in dem immer beliebteren Segment seine Fans zu finden - nicht zuletzt wegen des Einstiegspreises von 23.990 Euro. Als "Sapphire" kostet der Musso mindestens 37.990 Euro.

Mirko Stepan / mid

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